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Mainz

Beratungszentrums der Polizei: Besucherzahlen massiv eingebrochen

Seit dem Umzug des Beratungszentrums der Polizei ins Polizeipräsidium am Valenciaplatz sind die Besucherzahlen massiv eingebrochen. Diese Bilanz zieht der Leiter des Zentrums, Klaus-Dieter Rauber, nach einem Jahr in den neuen Räumen.

Seit Jahresbeginn bis zum Stichtag 20. November suchten nur noch 130 Personen hier Rat. Zum Vergleich: In dem letzten Jahr, in dem der „Polizeiladen“ mitten in der City angesiedelt war, kamen insgesamt 3000 Besucher.

„Der Standort in der Fuststraße war attraktiv, mit viel Publikumsverkehr“, nennt Rauber den wichtigsten Grund für diese Entwicklung. „Während die Ehefrau ihre Einkäufe tätigte, holte der Mann schnell mal Informationen ein, wie man sich vor Einbrechern schützen kann.“ Das ist jetzt nicht mehr so einfach. In der neuen Lage, abseits der Passantenströme, gebe es kaum kostenfreie Parkplätze. Zudem ist die Beratungsstelle im Landeskriminalamt (LKA) untergebracht – ein Sicherheitsbereich, zu dem jeder Ratsuchende nur Zugang hat, nachdem er namentlich erfasst wurde und den Personalausweis vorgelegt hat.

Besucherschwund ist die Folge

„Ich habe Verständnis für diese Vorkehrungen“, betont Rauber. „Das ist ein hoch sensibler Bereich.“ Doch für den Polizeiladen, der aus Kostengründen verlegt worden war, bedeutete dies einen Besucherschwund. Ein zweites Manko, das aber inzwischen behoben ist, waren in den ersten Monaten nach dem Umzug die Öffnungszeiten. Anders als in der Fuststraße, wo der Polizeiladen wochentags bis 19 Uhr und auch samstags erreichbar war, beschränkte sich die Beratung in den LKA-Räumlichkeiten zunächst auf den Mittwoch. Und das auch nur von 9 bis 15 Uhr.

„Wir haben Gespräche mit dem LKA geführt und die Zeiten seit 16. Juli dieses Jahres erheblich ausgedehnt“, sagt Rauber. Inzwischen ist das Beratungszentrum montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr für Besucher geöffnet – aber nur nach Terminvereinbarung. Gleiches gilt für Freitag von 8 bis 15 Uhr und Samstag von 10 bis 15 Uhr. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mittwochs von 9 bis 18 Uhr beraten zu lassen.

Weiterhin habe man sich mit dem LKA geeinigt, den Ausstellungsraum gemeinsam zu nutzen. „Zu den besagten Öffnungszeiten können wir den Bürgern jetzt die neuesten Produkte zum Schutz vor Einbrüchen präsentieren“, so der Zentrumsleiter.

Berater kommen ins Haus

Dass das Problem damit aber nicht gelöst ist, ist Rauber wohl bewusst. Die abseitige Lage ist nach wie vor ein Hemmnis. Deshalb will sich das Beraterteam neu positionieren. „Wenn die Bürger nicht zu uns kommen, gehen wir zu ihnen“, nennt er die Marschrichtung. „Mit dem Sicherheitsmobil stehen wir an belebten Orten, sind mit Ständen auf Messen vertreten.“

Des Weiteren kommen die Berater auf Wunsch ins Haus, checken Schwachstellen und zeigen, welche Vorkehrungen die Bewohner zum Schutz gegen Einbrecher treffen müssen. Und alles kostenlos. Entsprechenden Zuspruch findet das Angebot: „Hatten wir im vergangenen Jahr 420 Beratungen, sind es bis jetzt schon 500“, sagt Rauber und betont: „An unserem Angebot, das sich nicht auf Mainz beschränkt, hat sich nichts geändert. Wir sind auf einem guten Weg.“

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