40.000
Aus unserem Archiv
Mainz

Bei Werner & Mertz wird mehr Energie erzeugt als verbraucht

"Nachhaltigkeit ist bei uns nicht nur eine Modeerscheinung, Nachhaltigkeit ist für uns eine Familientradition", versichert Reinhard Schneider, Geschäftsführender Gesellschafter der Werner & Mertz GmbH mit Nachdruck. Diesen Worten hat sein Unternehmen Taten folgen lassen und wurde daher nun mit der LEED-Zertifizierung in Platin für ein besonders ökologisch ausgerichtetes Geschäftsgebäude ausgezeichnet.

Das Haus in der Rheinallee 96 gilt als Vorbild für nachhaltiges Bauen.
Das Haus in der Rheinallee 96 gilt als Vorbild für nachhaltiges Bauen.
Foto: Harry Braun

Das Mainzer Traditionsunternehmen ist nach eigenen Angaben das einzige Industrieunternehmen in Deutschland, das durch ein effizientes Umweltkonzept mehr Energie erzeugt, als es verbraucht.

Prominenter Besuch: TV-Moderatorin Sabine Christiansen (kleines Foto) gratulierte Firmenchef Reinhard Schneider für die Auszeichnung.
Prominenter Besuch: TV-Moderatorin Sabine Christiansen (kleines Foto) gratulierte Firmenchef Reinhard Schneider für die Auszeichnung.
Foto: Harry Braun

Mit der LEED-Zertifizierung werden weltweit Unternehmen ausgezeichnet, die sich in sechs Kategorien besonders hervorheben, darunter etwa Wassereffizienz, Energieverbrauch, Innenraumqualität oder der Einsatz umweltbewusster Materialien und Ressourcen. Für die einzelnen Leistungen werden Punkte vergeben. Anhand der erreichten Punktzahl wird dann aus einem vierstufigen System ein Zertifizierungsgrad ermittelt. Mit der Zertifizierung in Platin hat die Werner & Mertz GmbH die höchstmögliche Auszeichnung erreicht.

Geschäftsführer Reinhard Schneider nahm sie aus den Händen von Olaf Tschimpke, Präsident des NABU Deutschland entgegen. "Sie sind in Deutschland ein Leuchtturm für das Thema Nachhaltigkeit in der Industrie", bekräftigte Tschimpke. Die im Bund viel diskutierte Energiewende sei hier vorbildlich umgesetzt.

16 Windkraftanlagen auf dem Dach

Welche Maßnahmen das Unternehmen im Einzelnen verwirklichte, um das hohe Niveau zu erreichen, stellte Norbert Hiller vor, der mit seiner Firma Intertechnica Cert das Unternehmen auf dem Weg zu Zertifizierung begleitete und alle Schritte überwachte.

Am deutlichsten sichtbar sind die 16 Windkraftanlagen auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes und die ebenfalls dort stationierte Photovoltaik-Anlage. Geheizt wird das Gebäude durch eine Geothermine, die Wärme aus dem Boden und Grundwasser zieht und eine Wärmepumpe. Eine vierschichtige Spezialglasfassade sorgt für optimale Wärmedämmung. Doch mit Erhalt der Zertifizierung sind die Umweltbemühungen des Unternehmens noch lange nicht erschöpft. Kürzlich erst wurde die Frosch Initiative gegründet, die sich für ein besseres Recycling-Konzept einsetzt. "Wir möchten gemeinsam mit anderen mittelständischen Firmen erreichen, dass 40 Prozent des Abfalls, der im Gelben Sack landet, wieder für Verpackungen genutzt werden kann", erläutert Schneider.

"Da fängt jemand an einen guten Weg zu beschreiten, auch über die Grenzen seines Unternehmens hinaus. Das hat mich überzeugt", begründet Sabine Christiansen, Beiratsmitglied der Frosch Initiative, ihr Engagement. swe

Mainz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Wetter in Mainz und Region
Donnerstag

1°C - 7°C
Freitag

3°C - 6°C
Samstag

4°C - 7°C
Sonntag

3°C - 8°C
Sporttabellen
Radball

Alle Sportarten, alle Ligen, alle Plätze im Überblick

News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach