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    Auskunft geben ist Bürgerpflicht

    Mainz -  Als 1987 die Volkszählung durchgeführt wurde, gab es heftige Kritik und Proteste. Dem für Mai geplanten Zensus sehen die Verantwortlichen aber gelassen entgegen. "Heute geht es unaufgeregter zu", betonte der Mainzer Oberbürgermeister, als er Sinn und Durchführung der europaweiten Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung in Mainz erläuterte.

    Mainz -  Als 1987 die Volkszählung durchgeführt wurde, gab es heftige Kritik und Proteste. Dem für Mai geplanten Zensus sehen die Verantwortlichen aber gelassen entgegen. "Heute geht es unaufgeregter zu", betonte der Mainzer Oberbürgermeister, als er Sinn und Durchführung der europaweiten Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung in Mainz erläuterte.

    Wie viele Menschen leben in unserem Land, was arbeiten sie, welche Bildung haben sie, wie wohnen sie, wie heizen sie, haben sie Migrationshintergrund, wie leben sie? Der Zensus soll Antworten liefern und damit Planungsgrundlagen für den Wohnungs- und Kitabau, für Energie-, Verkehrs- und Bildungskonzepte. Denn bisherige Planungen beruhen teilweise auf 20 Jahre alten Daten. Nach monatelangen Vorbereitungen - in Mainz wurde eine spezielle Erhebungsstelle im Amt für Stadtentwicklung, Statistik und Wahlen eingerichtet - beginnt jetzt die heiße Phase. Heute schon könnten die ersten der ausgewählten Gebäude- und Wohnungseigentümer einen gelben fünfseitigen Fragebogen im Briefkasten haben. Der kommt direkt vom Statistischen Landesamt in Bad Ems.

    Hauptaufgabe der Stadt ist die Haushaltsbefragung in Stichproben und die Erhebung der Menschen in Gemeinschaftsunterkünften. Stichtag für alle Daten ist der 9. Mai. Ab 10. Mai sind 150 speziell ausgewählte und intensiv geschulte Interviewer unterwegs, um die Bewohner von 921 vom Landesamt ausgesuchten Adressen zu befragen (das sind rund 10 000 Auskunftspflichtige in Einfamilien-, Mehrfamilien- und Hochhäusern) oder ihnen den grünen siebenseitigen Fragebogen auszuhändigen. Außerdem erfassen sie die rund 6500 Mainzer, die in Alten- oder Studentenheimen, in Behindertenwohngruppen oder Gefängnissen leben. "Uns ist klar, dass es sich hier teilweise um sehr sensible Bereiche handelt", erklärt Jürgen Wenzel, Leiter der Erhebungsstelle. Diese sensiblen Daten für den lilafarbenen zweiseitigen Fragebogen werden von städtischen Mitarbeitern erhoben.

    Der Interviewer meldet sich per Karte für einen Termin an. Wer dann nicht da ist, kann einen neuen Termin vereinbaren. Wer Hilfe beim Ausfüllen braucht, bekommt sie.

    Möglich ist auch das Ausfüllen per Online, dann erhält der Betreffende einen Zugangscode. Für Menschen mit schlechten Deutschkenntnissen haben die Interviewer Übersetzungshilfen in 15 verschiedenen Sprachen dabei.

    Wie alle Betroffenen in einem Anschreiben erfahren, besteht eine Auskunfts- und Wahrheitspflicht. Wer sich weigert, dem drohen zunächst 300, anschließend 500 Euro Zwangsgeld. Apropos Geld: Für die Vorbereitung und Durchführung der Befragung bekommt die Stadt 350 000 Euro Zuschuss vom Land. "Wir hoffen, dass der reicht", betonte Beutel, "aber wir gehen davon aus, dass er das nicht tut." Irmela Heß

    Mainzer Bürgeramt darf Daten weiter gebenKommentar: Jeder ist selbst verantwortlich
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