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    Ärger über Abrisspläne: Bürger wollen mitreden

    Die Bewohner und Nutzer des Layenhofs ärgern sich über die Pläne des Zweckverbands Layenhof-Münchwald und der Gebäudewirtschaft Mainz, einige Gebäude des alten US-Airfields abzureißen. Die ÖDP fordert eine sofortige Aussetzung. Heute abend tagt der Ortsbeirat im ehemaligen Kommandanturgebäude vor Ort. Es könnte turbulent werden.

    Der Abriss des Gebäudes, in dem unter anderen die Schule für Clowns ihr Domizil hat, ist umstritten. Es ist von Schimmel befallen. 
Archivfoto: Harry Braun
    Der Abriss des Gebäudes, in dem unter anderen die Schule für Clowns ihr Domizil hat, ist umstritten. Es ist von Schimmel befallen. Archiv
    Foto: Harry Braun

    Finthen - Eine turbulente Sitzung des Finther Ortsbeirats und "volles Haus" erwartet Ortsvorsteher Herbert Schäfer für heute Abend auf dem Layenhof. Anlass: Die Beteiligung der Layenhof-Bewohner und -Nutzer an den Plänen des Zweckverbands Layenhof-Münchwald, verschiedene Gebäude abzureißen. Ferdinand Graffé von der Grundstücksverwaltungsgesellschaft (GVG) Mainz und Geschäftsführer des Zweckverbands Layenhof-Münchwald hatte im "Masterplan Layenhof" die Liste der zum Abriss vorgesehenen Gebäude im Ortsbeirat vorgestellt.

    Die SPD-Fraktion fordert nun, die Anwohner und die Nutzer der Gebäude daran stärker zu beteiligen, etwa dass Vertreter des Forums Layenhof zu den Zweckverbandssitzungen eingeladen werden. Zum Teil würden die in der GVG-Liste genannten Gebäude noch genutzt, doch die Mieter seien nicht oder nur unzureichend über das weitere Vorgehen der GVG informiert, so die Genossen. Sie berufen sich dabei auf das "Leitbild" des Forums Layenhof.

    Viele Gebäude auf dem ehemaligen US-Airfield werden seit Anfang der 1990er-Jahre von Gruppen, Initiativen, Projekten, Vereinen, Musikbands genutzt, wie etwa von der Kulturfabrik Airfield. Die ÖDP fordert gar die sofortige Aussetzung aller geplanten Abrissarbeiten, bevor nicht alle Bewohner beziehungsweise Nutzer beteiligt wurden. Ingo Schlösser (ÖDP): "Für die Abrissarbeiten gibt es keinerlei Notwendigkeiten, zu den Abrissverfügungen gibt es keine Gutachten, die zur Rechtfertigung herangezogen werden können."Laut Graffé sind jedoch einzelne Gebäude schlicht und einfach nicht zu retten. "Wenn wir sie retten könnten, würden wir sie doch nicht abreißen." Umstritten ist etwa der Abriss des Gebäudes der ehemaligen Clownschule, das jahrzehntelang feucht war und inzwischen von gesundheitsschädlichem Schimmel befallen ist. Die Schule für Clowns hat das immer bezweifelt und auf Fachleute verwiesen, die Sanierung und Erhalt des Gebäudes für möglich hielten. Auch darauf beruft sich die ÖDP und fordert nun Einsicht in das "Schimmelgutachten" der GVG.

    Weitere Tagesordnungspunkte beim Ortsbeirat: Endhaltestelle Römerquelle, Verschmutzungen, Ausleuchtung von Bürgersteigen, Stärkung der Kompetenzen der Ortsbeiräte.

    Der Ortsbeirat tagt am heutigen Dienstag, 27. März, 19 Uhr, auf dem Layenhof, alte Kommandantur, Gebäude 5801. Jochen Dietz

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