40.000
  • Startseite
  • » Rauschgift im Überraschungsei: Bundespolizei schnappt Dealer
  • Aus unserem Archiv
    Koblenz

    Rauschgift im Überraschungsei: Bundespolizei schnappt Dealer

    Überraschung für zwei junge Männer mit Drogen am Koblenzer Bahnhof. Die Bundespolizei wartete da schon auf sie: Zwei Mitarbeitern der Deutschen Bahn auf dem Weg zum oder vom Dienst war aufgefallen, wie die Männer mit Überraschungseikapseln und Drogen hantierten. Für die Menge an diversen illegalen Drogen waren einige Eier nötig.

    Dealer am Koblenzer Hauptbahnhof hatten in den gelben Kapseln von Überraschungseiern Drogen versteckt. (Symbolbild)
    Dealer am Koblenzer Hauptbahnhof hatten in den gelben Kapseln von Überraschungseiern Drogen versteckt. (Symbolbild)

    "Drogen im Überraschungsei" meldeten zwei Zivilfahnder der Bundespolizei ihren Kollegen. "Es ist tatsächlich möglich, Überraschungseier so zu öffnen, dass sich darin etwas deponieren lässt und sie wieder verschlossen werden können", erklärte ein Sprecher der Bundespolizei unserer Zeitung. Die gelben Kapseln an sich sind längst als beliebtes Versteck verdächtig, Drogen im folierten Schoko-Ei sind dann schon aufwendiger. Bei dem Fall in Koblenz war am Freitag nicht in Erfahrung zu bringen, ob die Verdächtigen nur das Gelbe vom Ei oder wiederverpackte ganze Eier nutzen wollten. Bei 330 Gramm Amphetamin, 400 Extasy-Tabletten, 19 Gramm Heroin, 110 Gramm Haschisch und 75 LSD-Trips ist aber klar, dass das Verpacken mit einigem Aufwand verbunden ist… Allerdings hatten sie auch nur einen Teil der Drogen so transportiert.  

    Den beiden Männern im Zug von Frankfurt nach Koblenz war zum Verhängnis geworden, dass sie während der Fahrt mit den Drogen zu offen hantiert und sie umgepackt hatten. Der Polizeisprecher: "Die beiden Bahnmitarbeiter, die nicht im Dienst waren, haben das gesehen und die Bundespolizei verständigt." Sie wurden noch am Bahnsteig vorläufig festgenommen - zwei Deutsche im Alter von 22 und 28 Jahren. Eine Haftrichter schickte beide in Untersuchungshaft. law