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Walsrode

Nur ein kleiner Löffel voll, aber eine große Sensation: Tierpark meldet Kolibri-Nachwuchs

Der Grund für die riesige Freude im Weltvogelpark Walsrode passt in einen winzigen Löffel: vier etwa acht Tage alte Kolibri-Küken. Nur zwei Zentimeter sind sie groß, und auch ausgewachsen werden es nicht mehr als vier. Im Moment wiegt das jüngste nur ca. 4,8 Gramm – und ist doch schon der heimliche Star unter seinesgleichen.

Die Geburt des Kolibri-Nachwuchses, so der Tierpark, sei eine echte Sensation in der Vogelwelt, denn die Haltung und insbesondere die Nachzucht dieser sensiblen Tiere gelte in Fachkreisen als extrem schwierig.

Für den Weltvogelpark Walsrode ist es in 50 Jahren das erste Mal, dass die Nachzucht gelingt: Jetzt präsentierten die Vogelpfleger vier kleine Rostbauchamazilien – und die Verantwortlichen aus dem Nachzuchtprogramm platzen schier vor Stolz: „Die kleinen Kerlchen sind nicht nur für unseren Vogelpark ein großartiger Erfolg, auch auf internationaler Ebene ist es eine Sensation“, erklärt Geer Scheres, Direktor und Geschäftsführer des Weltvogelparks Walsrode die Euphorie im Team.

Für die sensiblen Vögel betreibt der Weltvogelpark einigen Aufwand: Die Lebensumstände der Kolibris werden künstlich simuliert – Niederschlag, Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder das richtige Tageslicht, alles muss stimmen. „Die Tiere sind so empfindlich, dass wir sogar das Wasser über eine spezielle Anlage filtern müssen, um mögliche Schadstoffe auszuschließen, die den Vögeln gefährlich werden können“, erklärt Biologin Anne Hoppmann, die das Nachzuchtprojekt im Weltvogelpark Walsrode von der ersten Minute an mit aufgebaut und begleitet hat.

Hier können Besucher in einer speziellen Voliere beobachten, wie die Kolibris mit ihren 40 bis 50 Flügelschlägen pro Sekunde in der Luft zu stehen scheinen – ein Bild, das zwar bekannt ist, aber selten live erlebt werden kann. Dank ihrer beweglichen Flügel können sie sogar rückwärts und seitwärts fliegen. Allerdings wird es bei den jetzt geborenen Küken wohl noch eine kleine Weile dauern, bis sie sich so gekonnt durch die Lüfte manövrieren können.

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