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    Rheinland-Pfalz

    Polit-Promis nicht immer gefragt

    Knapp viereinhalb Wochen sind es noch bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Spätestens das Ergebnis der Bürgerschaftswahl in Hamburg macht’s auch für unser Bundesland spannend. Wer jetzt noch Spitzenkandidaten oder Bewerbern in den einzelnen Wahlkreisen auf den Zahn fühlen möchte, der kann sich im Internet unter http://abgeordneten watch.rhein-zeitung.de informieren.

    Rheinland-Pfalz. Knapp viereinhalb Wochen sind es noch bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Spätestens das Ergebnis der Bürgerschaftswahl in Hamburg macht’s auch für unser Bundesland spannend.

    Wer jetzt noch Spitzenkandidaten oder Bewerbern in den einzelnen Wahlkreisen auf den Zahn fühlen möchte, der kann sich im Internet unter http://abgeordneten watch.rhein-zeitung.de informieren. Frage, Antwort – Bürger und Politiker begegnen sich auf direktem Weg. Hier ein erster Überblick über das, was sich im Internet zurzeit tut:

    Was die Anzahl der Fragen angeht, liegen die Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien ganz weit vorn. Dem amtierenden Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) wurden bis Mittwoch, 16 Uhr, 24 Fragen gestellt, seine Herausforderin Julia Klöckner von der CDU erhielt 22 Fragen.

    Dafür ist Klöckner die Fleißigere im Internet: Sie hat bisher 14 Fragen beantwortet, Beck gab 10 Antworten. Bei den Spitzenkandidaten der kleineren Parteien hat FDP-Aushängeschild Herbert Mertin mit 15 Fragen und 12 Antworten die Nase vorn. Daniel Köbler, Spitzenkandidat der Grünen, kann auf 8 Fragen und 3 Antworten verweisen, während seine grüne Kollegin Eveline Lemke derzeit auf 4 Fragen und 3 Antworten kommt.

    Dahinter muss sich Robert Drumm, Spitzenmann der Linken, mit 5 Fragen und 4 Antworten wahrlich nicht verstecken.

    Bleiben wir noch bei den Landespolitikern, bei denen bislang überdurchschnittlich viele Fragen eingegangen sind: Weit vorn rangieren Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) mit 14 Fragen und 10 Antworten, der CDU-Bewerber Stefan Pohl (Bingen) mit 12 Fragen und 12 Antworten, Doris Ahnen (SPD), Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, mit 8 Fragen und 4 Antworten sowie Landtagspräsident Joachim Mertes (SPD) mit 7 Fragen und 5 Antworten.

    Polit-Prominenz schützt bei ab geordnetenwatch nicht davor, zumindest vorübergehend im Mittelfeld zu rangieren. So wurden dem Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag, Christian Baldauf, bisher erst 2 Fragen gestellt. Nicht anders ergeht es dem ehemaligen FDP-Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage, Staatssekretär Roger Lewentz von der SPD und dem Generalsekretär der Landes-CDU, Josef Rosenbauer (alle 1 Frage).

    Als nicht gerade fleißig im Beantworten von Bürgerfragen „outen“ sich Politiker wie Sozialministerin Malu Dreyer (SPD), die auf 3 Fragen bisher eine Antwort gab, oder der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Günter Eymael, der 2 Fragen nicht beantwortete.

    Sie sind bekannt im Land, besetzen wichtige Posten, und trotzdem wollte auf abgeordnetenwatch bislang niemand etwas von ihnen wissen: Dieses Schicksal teilen Umwelt- und Verbraucherministerin Margit Conrad (SPD), CDU-Enfant-terrible Michael Billen aus der Eifel, die Generalsekretärin der rheinland-pfälzischen SPD, Heike Raab, Jochen Hartloff, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, sowie Justizstaatssekretärin Beate Reich (SPD).

    Von unserem Redakteur Michael Stoll

    Landtagswahl 2011
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