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    Zumba-Welle schwappt nach Koblenz

    Es klingt wie ein Mixgetränk oder ein neues Gesellschaftsspiel, es ist gesund, mitreißend, buchstäblich atemberaubend und macht vor allem jede Menge Spaß: Zumba, der neueste Fitnesstrend kolumbianischen Ursprungs, ist dabei, Koblenz zu erobern. Schon bei den ersten Klängen kann man nicht mehr still sitzen, die lateinamerikanischen Rhythmen animieren sofort zum Loslegen. Fast wie von selbst folgt man den Bewegungen, die die Trainerin vorführt.

    Von Salsa über Hip-Hop bis Mambo: Das ist der Fitnesstanz Zumba, der vor allem Frauen, aber auch immer mehr Männer - und das nicht nur beim Zugucken - begeistert.
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    Von Salsa über Hip-Hop bis Mambo: Das ist der Fitnesstanz Zumba, der vor allem Frauen, aber auch immer mehr Männer - und das nicht nur beim Zugucken - begeistert.
    Foto: dpa - picture-alliance/ dpa

    Koblenz - Es klingt wie ein Mixgetränk oder ein neues Gesellschaftsspiel, es ist gesund, mitreißend, buchstäblich atemberaubend und macht vor allem jede Menge Spaß: Zumba, der neueste Fitnesstrend kolumbianischen Ursprungs, ist dabei, Koblenz zu erobern.

    Schon bei den ersten Klängen kann man nicht mehr still sitzen, die lateinamerikanischen Rhythmen animieren sofort zum Loslegen. Fast wie von selbst folgt man den Bewegungen, die die Trainerin vorführt. Nach wenigen Minuten ist der Puls oben. "Und links, und rechts, und Doppelschritt, drehen, und jetzt die Arme mitnehmen", ruft Brigitte Volkert den rund 80 Frauen und Männern unterschiedlichen Alters zu.

    Mit jedem Lied wechseln die Grundschritte, von Salsa zu Merengue zu Samba zu Hip-Hop zu Bollywood zu Mambo. Der Schweiß fließt, die Bewegungen werden lockerer, die gute Laune steigt. "Zumba ist einfach supertoll, es ist was ganz anderes, man ist ständig in Bewegung, und die Musik ist klasse", strahlt Monika Cabalo. Die 51-Jährige wurde von ihrer Tochter mit in den Kurs in den Dany Sports-Club genommen, der in Zusammenarbeit mit der Tanzschule Volkert seit sechs Wochen das Fitnesstanzen anbietet. "Nach einer Stunde bin ich völlig durchnässt, aber glücklich", lacht die 25-jährige Daniela Cabalo. "Ich habe zwar eine Zumba-DVD zu Hause, aber in der Gruppe macht es viel mehr Spaß, und es kommt auch mal was Neues", berichtet Verena Mettler.

    Erfunden hat die mittlerweile weltweit vertretene Fitnesssportart in den 90er-Jahren der Kolumbianer Alberto Perez. Eher zufällig: Der Trainer hatte die Musik für seinen Aerobic-Kurs vergessen und bediente sich kurzerhand der in seinem Auto befindlichen Kassette mit Latinorhythmen. Zumba bedeutet übrigens so viel wie Bewegung und Spaß haben: Der Erfolg des Programms war so überwältigend, dass "Benito" Perez 1999 mit Zumba in die USA übersiedelte, von wo aus die Marke ihren Siegeszug antrat.

    "Zumba ist ein tänzerisches Herz-Kreislauf-Training, bei dem jeder ohne Vorkenntnisse mitmachen kann und das am Ende in eine Party mündet", erklärt Salvatore Nizza, stellvertretender sportlicher Leiter des Dany Sports-Club Koblenz. Die Einfachheit der Schritte und Bewegungen und der Spaß seien das Erfolgsgeheimnis des Programms, das auch tatsächlich etwas bringt. "Je nach körperlicher Fitness verbrennt man in einer Zumba-Stunde zwischen 500 und 700 Kilokalorien", sagt der Fitnesstrainer. Die Zahl 1000 Kilokalorien, die auch kursiert, hält der 28-Jährige für zu hoch gegriffen. "Grundsätzlich ist der Kalorienverlust bei Untrainierten niedriger als bei fitten Teilnehmern", berichtet Salvatore Nizza, der mit zwei Kollegen vom Dany Sports-Club in Kürze die Zumba-Lizenz erwerben möchte. "Um das Programm durchführen zu können, sind Schulungen bei der Zumba-Academy nötig", erklärt Brigitte Volkert, die als Lizenzinhaberin derzeit die Kurse im Club leitet. Zwar besuchten derzeit noch überwiegend Frauen den Kurs der 20-Jährigen, aber unter den rund 100 Teilnehmern sind doch auch eine Handvoll Männer. "Man muss nicht viel mitdenken, und es ist eine Abwechslung zum Eisenbiegen", meint Thomas Wagner. Auch sein älterer Mitsportler wird mit den Anforderungen gut fertig. Mit den weiblichen Zumba-Fans ist er sich auf jeden Fall einig: "Es macht einfach nur Spaß."

                                                                    Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner

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