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    Koblenz

    Weihnachtsstück: Pippi Langstrumpf kapert die Theaterbühne

    Rote Zöpfe, bunte Strümpfe, ein verschmitztes Lächeln – wer den Namen Pippi Langstrumpf hört, hat sofort ein ganz bestimmtes Bild im Kopf. Die Filme über die freche Kapitänstochter aus Astrid Lindgrens Büchern sind allgemein bekannt und in so gut wie jeder Altersklasse gleichermaßen beliebt.

    Gemeinsam mit Annika (links, Laura Bleimund), Tommy (rechts, Christopher Menk) und dem Äffchen Herr Nilsson (Stephan Siegfried) macht sich Pippi (Jennifer Tilesi Silke) auf, um ihren Vater zu retten.
    Gemeinsam mit Annika (links, Laura Bleimund), Tommy (rechts, Christopher Menk) und dem Äffchen Herr Nilsson (Stephan Siegfried) macht sich Pippi (Jennifer Tilesi Silke) auf, um ihren Vater zu retten.
    Foto: Matthias Baus/Theater Koblenz

    Jede Menge Erwartungen und Vorstellungen, die es schwer machen können, eine der Pippi-Geschichten auf die mit beschränkten Möglichkeiten ausgestattete Theaterbühne zu bringen – könnte man meinen. Mit dem Weihnachtsstück „Pippi und die sieben Meere“ hat sich das Koblenzer Theater der Herausforderung gestellt – und sie gemeistert.

    Es ist beinahe, als stünde Inger Nilsson, die Pippi des 60er-Jahre-Originals, höchstpersönlich auf der Bühne. Die freche Intonation, die lustigen Grimassen, der breitbeinige Stand – Hauptdarstellerin Jennifer Tilesi Silke verkörpert die bekannte Figur in der Koblenzer Inszenierung von Jasmina Hadziahmetovic, wie auch im Weihnachtsmärchen des Vorjahres, in Perfektion. Die kleinen Zuschauer, die die Premiere des Stücks miterlebten, hat sie sofort auf ihrer Seite. Sie lachen, winken, klatschen, fiebern mit und warnen sie.

    In „Pippi auf den sieben Meeren“ stürzt sich die Kapitänstochter nämlich mal wieder in ein aufregendes und dabei nicht ganz ungefährliches Abenteuer. Sie muss ihren Vater Efraim Langstrumpf (Jan Käfer) befreien, der von den Seeräubern Blut-Svente (Gianluca Cantara), Messer-Jocke (André Wittlich) und deren Crew gefangen gehalten wird. Eigentlich sollte Pippi aber auf die Nachbarskinder Annika (Laura Bleimund) und Tommy (Christopher Menk) aufpassen, die sie, genauso wie ihren Affen Herrn Nilsson, einfach mit auf ihre Reise nimmt.

    Von Pippis Villa Kunterbunt aus geht es mit Luftballon, Flugzeug und Schiff zur Festung der Seeräuber und anschließend in die geheime Schatzhöhle ihres Vaters. Viele – und vor allem schnelle – Ortswechsel, die in der Koblenzer Inszenierung geschickt dargestellt werden. Aus einfachsten Mitteln und ein wenig Vorstellungskraft bauen Pippi und ihre Freunde neue Kulissen auf. Ein ausgedienter Ventilator und alte Fahrradteile werden so zum Beispiel zum Flugzeug umfunktioniert. Mit einem großen Klettergerüst, das sich um 360 Grad drehen lässt, hält Bühnenbildner Christian Robert Müller außerdem viele Nischen und Ebenen für die Schauspieler bereit – und auch für die Musiker.

    Die sitzen etwas versteckt mitten im Geschehen und können so mit Klavier, Percussion und Kontrabass jedes Säbelrasseln, jeden Schlag, jeden Sturz vertonen. Und natürlich animieren sie auch immer wieder mit den berühmten Liedern „Hey, Pippi Langstrumpf“, „Seeräuber-Opa Fabian“ und „Seeräuber, die sind immer froh“ zum Mitsingen und -klatschen.

    Eine Menge Reaktionen rufen auch die tollpatschigen Seeräuber hervor, die mit ihren Slapstick-Einlagen immer wieder für großes Gelächter sorgen. Oder aber ihr Wirt, der mit seinem bayerischen Dialekt überrascht. Und auch das Puppenspiel von Stephan Siegfried und Hendrika Ruthenberg, die Pippis Affen Herr Nilsson und die Papageiendame Rosalinda mit vollem Körpereinsatz zum Leben erwecken, bringt die jungen Zuschauer immer wieder zum Losprusten.

    Doch neben den lustigen Momenten wird es auf Pippis Reise auch ziemlich spannend. Wird sie die Piraten austricksen und ihren Vater befreien können? Und kann sie seinen Schatz verteidigen? Das erfährt nur, wer sich mit auf Pippis Reise macht.

    Termine und Karten gibt es beim Koblenzer Stadttheater unter Telefon 0261/129 28 40 oder unter www.theater-koblenz.de

    Von unserer Reporterin Désirée Thorn

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