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BarcelonaTrauer um Monserrat Caballé: Eine Stimme für die Ewigkeit

Claus Ambrosius

Es war in den 80er-Jahren, auf der Höhe ihres Ruhms auf den Opern- und Konzertbühnen, als Montserrat Caballé eine außergewöhnliche Anfrage erhielt: Der Rocksänger Freddie Mercury erkundigte sich, ob die in Klassikkreisen weltberühmte Sopranistin nicht Lust auf ein gemeinsamen Album hätte. Ein unmoralisches Angebot? Für Klassikpuristen möglicherweise, für eine vielseitige Künstlerin wie die 1933 in Barcelona geborene Caballé keinesfalls. Berührungsängste links und rechts des gewohnten Opernkanons kannte sie ohnehin nicht, hatte von spanischen Zarzuelas bis Wiener Operette, von Barock über Belcanto bis zu den großen Verdi- und Puccini-Rollen bis zu Kunstliedern in vielen Sprachen schon eine ungewöhnliche große Bandbreite erobert. Zweitens handelte es sich beim Bittsteller ja nicht um irgendjemanden – und Mercury, der mit Queen etwa in „Bohemian Rhapsody“ selbst opernhafte Qualitäten gezeigt hatte, zog beim Umschwärmen der von ihm geschätzten Opernsängerin alle Register.

Singen beinahe bis zum Ende

Der Rest ist Geschichte. Am Samstag ist Montserrat Caballé im Alter von 85 Jahren in ihrer Geburtsstadt gestorben. Deren Name, „Barcelona“, ist über die ...

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