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Coolangatta

RZ schaut Dschungel (4): Da war Musik drin

Musik kann so schön sein. Muss sie aber nicht. Bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus" ganz bestimmt nicht. Was nach Auftritten von Rolf Zacher, Menderes Bagci und – natürlich – Helena Fürst für alle Ewigkeit bewiesen ist. Mit Musik indes hat die Geschichte, die Brigitte Nielsen zum Besten gibt, eigentlich nichts zu tun. Wobei ...

Genossen das Bad in der Menge: Menderes Bagci und Rolf Zacher.
Genossen das Bad in der Menge: Menderes Bagci und Rolf Zacher.
Foto: RTL

Von unserem Reporter Christoph Erbelding

„Weltklasse. Erzähl weiter.“ Da hört ein Thorsten Legat natürlich gerne genauer hin. Dabei hat die Geschichte von Brigitte Nielsen doch recht öde-spießig-romantisch angefangen. In einem Restaurant. Dort, wo sie einst ihren Mann kennengelernt hat (also den, der irgendwann nach Sylvester Stalone kam). Doch dann leitet die Angebetete aller B-Movie-Nerds irgendwann in eine Erzählebene über, die sich definitiv nicht mehr als jugendfrei beschreiben lässt.

Logisch, dass da nicht nur Legat an den Lippen der Dänin hängt. Quasi das ganze Camp hat sich um Nielsen geschart, und die fühlt sich wohl in ihrer Rolle als Dr. Sommer, schildert unter anderem, warum das, was sie mit ihrem Liebsten anno dazumal erlebt hat, auch ohne Couch funktionieren konnte. Details? Die lesen Sie bitte woanders ...

Pfeifen ist das neue Sprechen

Mit so viel Erotik kann die Geschichte des mittlerweile Stammesältesten nicht mithalten. Als Erzählung taugt sie ohnehin nicht, denn Rolf Zacher hat sich dazu entschlossen, von nun an mehr zu pfeifen als zu sprechen. Ein Schritt, zu dem ihm gratuliert werden muss, schließlich fällt es den Zuhörern mitunter schwer, den Worten des 74-Jährigen etwas Verständliches abzugewinnen. Also schnappt sich Zacher einen Krug, spitzt die Lippen, legt los – und wird für seine Pfiffigkeit mit allerhand Applaus überschüttet. Scheinbar ist der Anspruch der Campbewohner, man kann es sich kaum vorstellen, binnen einer Woche noch tiefer gesunken, als er ohnehin schon gelegen hatte.

Nur so ist es zu erklären, dass auch ein musikalisches Stelldichein von Menderes Bagci mit Jubelarien seitens der Dschungelbewohner überschüttet wird, als wäre Michael Jackson höchstpersönlich auferstanden. Das, was der Dauer-DSDS-Kandidat so gerne mal von Dieter Bohlen hören würde, wird ihm nun von seinen Mitleidenden zugetragen: Sie wollen eine Zugabe hören. Das Dschungelcamp, wir wussten es schon immer: ein Ort, an dem wahre Talente noch geschätzt werden.

Die Grande Dame des Gewähltwerdens überrascht alle

Kein Talent in was auch immer hat bis dato Helena Fürst bewiesen – außer vielleicht im Kneifen vor ekligen Prüfungen. Doch diesmal tritt die Grande Dame des Gewähltwerdens (für die nächste Sendung ist sie – wen wundert's – wieder vorgesehen) tatsächlich an. Im Endeffekt verbinden sich bei ihrer Prüfung zwei Komponenten, die ihre Kollegen im Dschungel zuvor schon miteinander in Einklang gebracht haben: Musik und Ekel. Die Fürstin muss auf einem Klavier, das beißende Ameisen in Beschlag genommen haben, „We will Rock you“ von Queen und Frank Sinatras „My Way“ spielen; und sie „singt“ anchließend „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani, Robbie Williams' „Angels“ und Helene Fischers „Atemlos“, während Fliegen in einer um ihren Kopf geschnallten Kapsel eine Party feiern.

Bei Aufgabe drei zieht sie nach doch ganz respektablen Darbietungen ihren Joker und schickt David Ortega auf die Tanzfläche, der, quasi geteert und gefedert, auf Lieder tanzen muss. Irgendwie klappt das auch alles ganz gut, und am Ende stehen acht Sterne für die Gruppe. Das gefällt selbst Thorsten Legat so gut, dass er seinen Streit mit Helena (mal wieder) ad acta legt. Vielleicht sind es aber auch nur die durch Brigitte Nielsens verbalen Softporno ausgeschütteten Endorphine, die den Ex-Fußballer (vorerst noch) milde stimmen ...

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