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Kulturpessimismus: Warum das Abendland ganz sicher untergeht

Wolfgang M. Schmitt

Dieses Buch ist keine weitere Klage über den vermeintlichen und tatsächlichen Werte- und Kulturverfall im Westen. Alexander Grau, Kulturjournalist und „Cicero“-Kolumnist, legt mit „Kulturpessimismus. Ein Plädoyer“ vielmehr eine kühle Diagnose vor, grundiert von ein bisschen Wehmut, jedoch ohne Sentimentalität. „Aufgrund der spezifischen Verfasstheit von Kultur ist es ein Irrglaube anzunehmen, Kultur sei mit einer zivilisierten, humanen, sozialen Wohlstandsgesellschaft vereinbar.“ Von solchen Thesen ist das schmale, aber gewichtige Buch geprägt. Was ist damit gemeint?

Grau erklärt, dass Kulturen keineswegs offen, tolerant und heterogen sind, wie gern behauptet wird. In Wahrheit verlange Kultur Verbindlichkeit und Homogenität, sie beruht auf einem Innen und einem Außen. Einer ...

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