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    Wiesbaden

    Krimilesungen: "Trio mortale" kommt im Mai

    Regula Venske, Anni Bürkl und Horst Eckert sind das neue "Trio mortale" von Wiesbaden. Unter diesem Titel vergibt die Stadt zum zweiten Mal Krimistipendien.

    Wiesbaden – Regula Venske, Anni Bürkl und Horst Eckert sind das neue "Trio mortale" von Wiesbaden. Unter diesem Titel vergibt die Stadt zum zweiten Mal Krimistipendien. Das heißt, zeitgleich werden drei vierwöchige Aufenthaltsstipendien im Literaturhaus Villa Clementine ermöglicht, die pro Autor 2500 Euro dotiert sind.

    "Ich freue mich, dass das ,Trio mortale"-Stipendium drei solch renommierten, talentierten und in ihrer Schreib- und Herangehensweise recht unterschiedlichen Autorinnen und Autoren zugute kommt", sagte Kulturdezernentin Rita Thies. "Dies beflügelt den Austausch und die Auseinandersetzung untereinander und verspricht uns Wiesbadener Literaturinteressierten abwechslungsreiche Krimiveranstaltungen." Die Stipendiaten werden sich von Anfang Mai an in Wiesbaden aufhalten. Das Begleitprogramm wird noch bekannt gegeben.

    Ziel ist es, die Entstehung von Krimiliteratur sowie den professionellen Erfahrungsaustausch unter Autoren zu fördern. Im Begleitprogramm werden die Stipendiaten in die literarische Szene der Stadt eingebunden. Sie schreiben während ihres Aufenthaltes je einen Kurzkrimi. Die Stadt erhält das Recht zum einmaligen Abdruck. Geplant ist eine Veröffentlichung der drei Krimis in einer Anthologie, die im "Krimiherbst" vorgestellt werden soll.

    Die 1955 in Minden geborene und heute in Hamburg lebende Regula Venske wurde bereits 2002 für den Frauenkrimipreis nominiert und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa 1996 mit dem Deutschen Krimipreis. Neben Kriminalromanen schreibt sich auch Jugend- und Sachbücher. Im Herbst erschien ihr Roman "Bajazzo", der sich durch ungewöhnliche Plots und einen amüsant-ironischen Stil auszeichnet.

    Horst Eckert, 1959 in der Oberpfalz geboren, lebt heute in Düsseldorf. Er erhielt unter anderem den Marlowe-Preis der Raymond-Chandler-Gesellschaft (1998) sowie den Friedrich-Glauser Preis (2001). Zuletzt erschien von ihm der Politthriller "Sprengkraft", der in die Abgründe von Politik- und Medienbetrieb blickt.

    Die österreichische Autorin Anni Bürkl, 1970 geboren, lebt in Wien und schreibt Krimis, Kurzgeschichten und Sachbücher. Sie erhielt 2003 den Theodor-Körner-Förderpreis sowie zahlreiche Förderstipendien. Zuletzt erschien von ihr der Gesellschaftskrimi "Schwarztee", in dem sie sich mit der "gerne verschwiegenen nationalsozialistischen Vergangenheit" in der österreichischen Provinz auseinandersetzt.

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