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    Koblenz

    Entführung in die Welt der Träume: Weihnachtsvarieté feiert im Café Hahn Premiere

    Zwei betagte, weiße Zimmertüren säumen den Bühnenrand beim Weihnachtsvarieté im Café Hahn. Sie führen in eine zauberhafte Gegend, zum Entstehungsort von Abenteuern und Wundern, in die abstrakte Dimension des Unterbewussten – in die Traumwelt.

    Als „Traumfänger“. so ist auch die Show betitelt, die am Mittwochabend zum ersten Mal aufgeführt wurde und noch bis zum 23. Dezember zu sehen ist – streift Regiemeister und Conférencier Karl-Heinz Helmschrot mit seinem Komikerkollegen Sebastian Matt zu Beginn durch das Publikum. Sie schicken die Zuschauer auf eine Traumreise, die wie in der Realität ganz unterschiedliche Dynamiken entwickelt – mal ist sie sanft und liebevoll, mal rasant und aufregend, mal magisch und geheimnisvoll.

    Kontrastreiche Traumwelt

    Mysteriöse Gestalten huschen durch die Welt des Unterbewussten. So surreal wie mancher Traum erscheinen auch ihre Aktionen – wie etwa die des Jonglagekünstlers Jochen Schell. Behutsam balanciert der Mann mit dem diabolischen Aussehen bis zu sechs Kreisel auf seinem Körper, er lässt Ringe fliegen und Boulekugeln schwingen und unterstreicht seine Rätselhaftigkeit mit einem schaurigen Grinsen und einem alles durchdringenden Blick.

    Geheimnisvoll kommt auch die Performance von Tänzerin Lea Prinz daher – aber in einer ganz anderen Weise: verrucht und unschuldig zugleich. So gegensätzlich wie die Stile, die in ihren Tanz einfließen. Mal anmutig wie eine Ballerina, mal forsch wie eine Breakdancerin verschmilzt sie mit ihrem Tanzpartner, dem Hula-Hoop-Reifen.

    Harte Kontraste machen die Welt der Träume aus. Unbeschwerte Fantasien wechseln sich mit fürchterlichen Horrorszenarien ab, die den Träumer schweißgebadet aufwachen lassen. Genau diese Eigenschaft spiegelt das Duo High Society in seinen Auftritten im Rahmen des Varietés wider. Während Annika Titze und Meike Silja erst zu sanfter Gitarrenmusik – virtuos dargeboten von den beiden Moderatoren – wie schwerelos an weißen Vertikaltüchern durch die Luft schweben, erzählen sie als Diamantendiebinnen am Trapez eine aufregende Ganovengeschichte. Immer wieder lassen sie sich hinabstürzen, um sich im letzten Moment doch wieder abzufangen, und sorgen damit für Schockmomente, die einen im Schlaf zusammenzucken lassen würden.

    Doch es müssen nicht immer die gruseligen Momente sein, die einen Traum zum Albtraum werden lassen – ebenso nervenaufreibend sind auch die peinlichen Situationen, in die wir oftmals in unseren Träumen schlittern. So dargeboten von Sebastian Matt, der bei seinem Versuch, nur mit einem Handtuch bekleidet, Wasser zu servieren, plötzlich nackt vor dem Publikum steht. Alle Versuche, sich aus der Situation zu retten, reiten ihn nur noch weiter in die Misere hinein. Herzhafte Lacher schallen aus dem voll besetzten Zuschauerraum. Der Albtraum ist perfekt.

    Von Albträumen zu Sehnsüchten

    Doch was wäre die Welt der Träume ohne die perfekten, fast schon utopischen Momente, ohne die Sehnsüchte, die wir in unserem Unterbewusstsein verarbeiten? Eine Liebesgeschichte erzählt die Partnerakrobatik von Nathalie Wecker und Jakob Vonau. Blindes Vertrauen, unerschütterlicher Halt, sich fallen lassen: Die beiden jungen Artisten spielen mit den Beziehungssehnsüchten der Zuschauer, zeigen beeindruckende Hebungen, verschmelzen in ihren Bewegungen und führen die Reise zu einem glücklichen Finale – ganz so, wie es sein soll in der Welt der Träume.

    Von unserer Reporterin Désirée Thorn

    Die Karten für das Weihnachtsvarieté „Traumfänger“ im Café Hahn sind bereits nahezu ausverkauft. Mehr verfügbare Plätze gibt es noch beim Festungsvarieté auf der Festung Ehrenbreitstein, das vom 30. November bis zum 31. Dezember als Dinnershow unter dem Motto „taste!“ angeboten wird. Infos gibt es im Internet unter www.cafehahn.de Weitere Eindrücke von der Varietéshow zeigen wir in einer Bildergalerie unter ku-rz.de/variete

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