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    Drei Champions auf dem Weg in die erste Liga

    Rock made in Koblenz: Die Band Champions legt mit der Platte „Zeitraffa“ ein starkes Debüt hin. Das Album ist beeindruckend, ein magisches Stück Indie-Rock, erstaunlich clever und abgeklärt, auf eine erwachsene Art cool.

    Die Champions: Im März erscheint ihr Debüt  „Zeitraffa“.
    Die Champions: Im März erscheint ihr Debüt „Zeitraffa“.

    Koblenz - Eine gewisse Großmäuligkeit hat noch keinem Rockmusiker geschadet. Und wenn sich eine Band Champions nennt, dann ist zumindest die Richtung, in die das Projekt marschieren soll, schon mal klar: nach oben, nach vorn, in die erste Liga, aufs Siegerpodest.

    Aus Koblenz kommt nun eben diese Band, sie hat diverse Wandlungen und Entwicklungsstufen hinter sich und nun den großen Schritt vor sich: Mit „Zeitraffa“ erscheint im März ihre Debütplatte beim Hamburger Label Raboisen.

    Drumrum zu Reden ist nichts für großmäulige Rocker. Deshalb ohne Umschweife: „Zeitraffa“ ist beeindruckend, ein magisches Stück Indie-Rock, erstaunlich clever und abgeklärt, auf eine erwachsene Art cool. Wer solche Musik macht, dem wird Großmäuligkeit verziehen.

    Zumal der Klang zur vermuteten Attitüde passt: Die Champions-Musik ist metropolar und modern, ein bisschen britisch und gleichzeitig sehr international. Dazu singt Felix Drachau mit einer angenehmen, sympathischen Schnöseligkeit, ganz so, wie es sich für kommende Indie-Helden gehört.

    Die Champions sind noch jung, gerade mal Anfang 20. Und doch haben sie schon ein paar Jahre im Geschäft auf dem Buckel. Bis vor Kurzem hieß die Band noch Replico, nahm als solche erfolgreich am „Rockbuster“ teil. In der Folge sorgte die Combo für begeisterte Zuschauer bei Konzerten, und mancher Kritiker lupfte anerkennend die Braue ob der spannenden Arrangements und starken Songs. So war die Aufnahme in den Bandpool der Popakademie Mannheim eine fast logische Folge.

    Nun also Champions. Die Platte „Zeitraffa“ hebt an mit dem programmatischen Lied „Changes“, das schon seit November als Single vorliegt und Anklang in der Szene gefunden hat. Deutlich wird schon da: Die Champions haben ein Händchen für verspielte Melodien, ohne kitschig zu werden. Alles spielt sich auf einem poppigen Klangbett ab, nicht einmal vor Synthesizern schrecken die drei Koblenzer Felix Drachau, Dennis Neuer und Philipp Kölzer zurück. Gut so!

    Ihre Gitarren können auch kratzen und knarzen, klar. Das Rocken haben sie nicht verlernt. Doch „Zeitraffa“ ist niemals lärmig oder platt. Der elaborierte Klang liegt auch daran, dass Blackmail-Chef Kurt Ebelhäuser ihn produziert hat.

    Ab 19. Februar sind die drei Champions auf Klubtour – zunächst in Berlin im Motor Club, danach als Vorgruppe der Scanners in angesagten Läden in den deutschen Metropolen (unter anderem MTC in Köln am 24. Februar). Erste Indie-Liga, keine Frage.

    Von unserem Redakteur Tim Kosmetschke

     

     

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