40.000

Wiesbaden"Der eingebildete Kranke": Molière trifft Beckett und Nietzsche

Wolfgang M. Schmitt

Auf dieser Bühne könnten Vladimir und Estragon stehen, um auf Godot zu warten. Doch im kleinen Haus des Staatstheaters Wiesbaden wird nicht Beckett, sondern Molière gegeben. Und nicht das noch recht leicht in existenzielle Abgründe zu rückende Stück „Der Menschenfeind“, sondern „Der eingebildete Kranke“. Eine Komödie, in der es üblicherweise derb und klamaukig zugeht, die auch hierzulande gern als deftiges Volkstheater in Szene gesetzt wird, wenngleich diese Inszenierungen so die Ambivalenz und die Tiefe des Stücks, das Molières letztes war, übersehen.

Die Ambivalenz und vor allem die Tiefe arbeitet in der Wiesbadener Inszenierung nun Regisseur Evgeny Titov sorgfältig und bildmächtig heraus. Die Bühne (Duri Bischoff, Florian Schaaf) erinnert an ein Verlies, ...

Lesezeit für diesen Artikel (663 Wörter): 2 Minuten, 52 Sekunden
Jetzt weiterlesen

Sie sind bereits Abonnent der Zeitung und haben noch keine Zugangsdaten? Hier kostenlos registrieren

 

Alle Angebote im Überblick.

Fragen? Wir helfen gerne weiter:
Telefonisch unter 0261/9836-2000 oder per E-Mail an: aboservice@rhein-zeitung.net

Kultur
Meistgelesene Artikel
Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik
Claus Ambrosius 

Leiter Kultur

Claus Ambrosius

 

Kontakt per Mail

Ihre Fragen, Hinweise oder Kritik

Redakteurin Kultur

Anke Mersmann

 

Kontakt per Mail

Anzeige
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!