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BonnDa graust es nicht nur Feministinnen

Thomas Kölsch

Fügsam sei die Frau, demütig und liebend. Ein braves Heimchen am Herd, das keine Widerworte gibt und ihrem Herrn und Meister zu Dienste ist. Diese frauenfeindliche Haltung hat über Jahrhunderte hinweg die Gesellschaft geprägt und sich immer wieder auch in der Literatur breitgemacht. Etwa bei William Shakespeare, der in „Der Widerspenstigen Zähmung“ seiner Katharina am Ende Worte wie „Dein Ehmann ist dein Herr, ist dein Erhalter“ in den Mund legt und sie damit ihrem Petrucchio unterwirft. Zu Recht gilt das Werk heute als Problemstück, dem eine gnadenlos augenzwinkernde Inszenierung guttut. Gleiches gilt für Cole Porters Erfolgsmusical „Kiss Me, Kate“ (1948), das Shakespeares Komödie als Grundlage nimmt und ihr eine Rahmenhandlung verpasst. Das Stück kommt nun als Koproduktion mit dem Theater Dortmund ans Theater Bonn – und lässt jedwede ironische Brechung vermissen.

Mit seiner Musik für „Kiss Me, Kate“ feierte Cole Porter 1948 ein überwältigendes Comeback. Im Mittelpunkt der Handlung stehen Produzent Fred Graham und seine Ex-Frau Lilli Vanessi, die gemeinsam trotz ...

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