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Bingen

"Bingen swingt" bleibt der Jazz-Nische treu

33 Bands treten bei "Bingen swingt" an den drei Festivaltagen vom 22. bis 24. Juni in der Stadt am Rhein-Nahe-Eck auf. Bingen will damit eine Marke im deutschen Festivalgeschehen bleiben.

Luis Frank steht für den Son Cubano und die Latin-Musik. Er tritt mit seiner Band Soneras de Verdad bei der Cuba-Nacht auf.
Luis Frank steht für den Son Cubano und die Latin-Musik. Er tritt mit seiner Band Soneras de Verdad bei der Cuba-Nacht auf.

Bingen – Zum 17. Mal soll Jazz-Fans der unterschiedlichsten Stilrichtungen beim Festival "Bingen swingt" ein abwechslungsreich bestücktes musikalisches Büfett mit manchem Leckerbissen geboten werden.

Bürgermeister Thomas Feser sowie Patricia Paulus und Dr. Matthias Schmandt vom Kulturbüro stellten das Programmpaket vor. Die Zahlen lesen sich vielversprechend: 33 Bands auf acht Bühnen treten an den drei Festivaltagen vom 22. bis 24. Juni in der Stadt am Rhein-Nahe-Eck auf. Bingen will damit eine Marke im deutschen Festivalgeschehen bleiben. "Der Qualitätsanspruch ist das Fundament, auf dem das Festival steht", sagte Thomas Feser und unterstreicht damit das Konzept, das bewusst auf die Nische der Jazz-Musik und deren Fans zielt. Im Kulturausschuss war die Linie festgemacht worden.

Nachträglich eingebrachten Ein- und Vorwürfen traten Feser und Patricia Paulus entgegen. Nein, aus "Bingen swingt" soll kein Jugendfestival werden. Und nein, mit Billigpreisen könne man kein Qualitätsprogramm bieten. Neue Aspekte gibt es allerdings im Programm: So die Latin-Bühne am Speisemarkt, wo zu kubanischen Rhythmen auch tüchtig getanzt werden soll. Regionale Bands kommen ebenfalls zum Zug.

Bei der Verköstigung geht man ebenfalls neue Wege: Das Essensangebot an den Bühnen liegt in der Hand eines zentralen Caterers, der sein Angebot musikalisch aufbaut – wann bekommt man schon einmal einen "New Orleans Burger"? Bei der Preisgestaltung gehen die Organisatoren keine Kompromisse ein. Bundesweit wurden Vergleiche gezogen und daraus Selbstbewusstsein gegen die ewigen Preisnörgler getankt. Das Drei-Tages-Bändchen kostet in diesem Festivaljahr 25 Euro (2011 waren es 18 Euro), das Ein-Tages-Ticket für Freitag und Samstag je 15 Euro, für Sonntag 12 Euro.

Patricia Paulus und ihr Team kalkulieren – auf Vorjahresniveau – mit 5000 verkauften Bändchen, was sich durch mehrfachen Eintritt in 10.000 Besucher umrechnen lässt.

"Begegnungen ermöglichen"

Das Motto lautet "Begegnungen ermöglichen" – der Musiker untereinander und der Fans. Hier ein Auszug aus dem Programm auf den acht Bühnen von der Burg Klopp bis zum Rhein-Nahe-Eck: Am Freitag, 22. Juni, spielen unter anderem Joscho Stephan Quartett, Menna Mulugeta & Band, Three Wise Men, Blues Company, Jessy Martens Band, Oliver Leicht – Herrenrunde und das Emil-Mangelsdorff-Quartett. Am Samstag, 23. Juni, treten unter anderem auf: Thomas Bachmann Group, Butch Miles Quintett, Hot Four Creole Jazzband, Luis Frank & Soneros de Verdad, Axel & Thorsten Zwingenberger, Eb Davis & The Super Band, Glenn Miller Orchestra, Die Komm'Mit Mann!s; ab 23 Uhr Jam-Session in der Binger Bühne.

Am Sonntag, 24. Juni, findet um 10 Uhr ein Gospelkonzert im Park am Mäuseturm statt. Danach konzertieren The Famous Gospel Six, Willi Ketzer Trio feat. Tony Lakatos & Wilson de Olivera, Red Hot Hottentot Brass. Am Nachmittag wird ein Gesprächskonzert mit Prof. Dr. Ekkehard Jost angeboten. Zum fetzigen Abschluss wird zu einem "Drum Battle" auf der Bühne am Rhein-Nahe-Eck geladen. Rainer Gräff

Das Detailprogramm im Internet unter www.bingen-swingt.de; Bändchenverkauf ab Anfang Juni.

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