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    Mainz/Brüssel

    Nürburgring: EU will einen klaren Schnitt

    Stundenlang haben sie diskutiert: Eine Delegation der CDU-Fraktion unter Führung von Julia Klöckner war in Brüssel bei der EU-Wettbewerbsbehörde und Energiekommissar Günther Oettinger.

    Vor einem Jahr begann das Mammut-Untreue-Verfahren zum Nürburgring-Ausbau. Foto: dpa
    Vor einem Jahr begann das Mammut-Untreue-Verfahren zum Nürburgring-Ausbau.
    Foto: dpa

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

    Thema: unter anderem das Biet- und Beihilfeverfahren zum Nürburgring. Erkenntnisgewinn 1: Die Akte Nürburgring wird in Brüssel erst geschlossen, wenn die Neuordnung an dem Eifelkurs erfolgt, also der neue Besitzer bekannt ist. Erkenntnisgewinn 2: Die EU-Kommission will einen tiefen, klaren Schnitt am Ring.

    Will heißen: Die neue Struktur darf nicht zu sehr der alten gleichen. Und: Die neuen Eigentümer und Betreiber sollten – wenn möglich – auch nicht unbedingt die bisherigen sein. Ohnehin ist fraglich, ob die Ex- Pächter Kai Richter und Jörg Lindner ihren Hut noch einmal ernsthaft in den Ring werfen. Bislang gibt es keine verlässlichen Signale in dieser Richtung. Richter meinte auf Anfrage nur: „Kein Kommentar“.

    Brüssel scheint nach wie vor nicht gewillt, die weltberühmte Rennstrecke in öffentlicher Hand zu lassen. Damit dürfte der Kampf des Vereins „Ja zum Nürburgring“ und seiner vielen Unterstützer in der Eifelregion an dieser Stelle nur noch wenig Erfolgschancen haben. „Die EU legt Wert auf Diskontinuität, also auf einen Neuanfang“, bilanziert Julia Klöckner die Reiseresultate im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit Blick auf die EU-Wettbewerbsbehörde erklärt sie aber auch: „Es wurde ganz klar gesagt: Der Tod des Nürburgrings ist kein Kommissionsziel.“ Und Klöckner ergänzt: „Die Botschaft, dass der Nürburgring ein Kulturgut ist, ist in Brüssel angekommen.“

    Beim laufenden Beihilfeverfahren möchte die Wettbewerbsbehörde offenbar nichts überstürzen. Zunächst will man den Bietprozess abwarten und prüfen, ob eine Neuordnung auch wirklich erfolgt ist. Dann kommt der Bescheid im Beihilfeverfahren, also nicht vor Frühjahr 2014. Heikel dürfte die Abwägung zwischen einem möglichst hohen Kaufpreis für den Ringkomplex (bestmögliche Verwertung) und den Wünschen von Politik und regionalen Akteuren sein. Kenner der Brüsseler Szene sprechen von einer „Gratwanderung“. Günstig ist indes: Nach Erkenntnissen der CDU hat es in Brüssel keinerlei neue Beschwerden in der Causa Nürburgring gegeben.

     

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