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Kommentar: "Am Ende will es keiner gewesen sein"

Erfolg hat viele Mütter und Väter, der Misserfolg indes ist meist ein Waisenkind. So verhält es sich auch bei dem skandalösen Umstand, dass ein radikalislamischer Fanatiker einen 13-jährigen fanatisierten Bombenbauer von seinem zerstörerischen Weg abbringen sollte. Zweieinhalb Monate gehörte ein Psychologe, der für die Salafisten Propaganda machte, zum siebenköpfigen Betreuungsteam. Und wer ist dafür verantwortlich? Offenbar niemand!

Dietmar Brück kommentiert.
Dietmar Brück kommentiert.
Foto: Jens Weber

Dietmar Brück zur Debatte um jungen Bombenbauer

Das Jugendamt in Ludwigshafen schiebt alles auf den freien Träger, der das operative Geschäft erledigt. Das grüne Integrations- und Jugendministerium verweist wiederum auf das Jugendamt. Die Grünen machen das rote Innenministerium und das Landeskriminalamt für den Fehler haftbar – und wollen nachher alles nicht so gemeint haben. Und die Staatskanzlei stellt sich vor das rote Innenministerium – und nur ein bisschen vor das grüne Jugendministerium – und zeigt mit dem Finger auf die Behörden in Ludwigshafen.

Dieses Schwarzer-Peter-Spiel ist unwürdig. Bei einem derart komplexen Fall macht nie nur eine Seite alle Fehler. Es gibt Teilverantwortungen. Und die Regierung müsste schon aus Selbstschutz sicherstellen, dass die Kooperation in diesem hoch sensiblen Fall auf allen Seiten klappt.

Überzogen indes ist jene Kritik an Jugendministerin Anne Spiegel (Grüne), dass sie gerade jetzt mit Mann und Kindern Urlaub macht. Wenn Politiker nur noch gehetzt und getrieben sind, werden ihre Arbeitsergebnisse nicht besser.

E-Mail: dietmar.brueck@rhein-zeitung.net

Kommentar
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