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    Paris

    Trintignant: Haneke ist der Beste

    Jean-Louis Trintignant gehört zu den bedeutendsten Schauspielern Frankreichs. Er hat mit den größten unter den Großen gedreht wie Constantin Costa-Gavras, Bernardo Bertolucci oder Éric Rohmer.

    Trintignant und Haneke
    Jean-Louis Trintignant und Michael Haneke beim Filmfestival in Cannes.
    Foto: Stéphane Reix - DPA

    Doch der beste Filmemacher sei Michael Haneke, wie der 81-jährige Trintignant in einem Interview mit der dpa und anderen Medien gestand. Mit dem Österreicher drehte er «Liebe», der dieses Jahr in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

    In «Liebe» spielen Sie zusammen mit Emmanuelle Riva ein altes Ehepaar, das sich einander in den Tod begleitet. Sie selbst werden 82, Tod und Krankheit rücken näher. War die Rolle schwerer zu spielen als andere?

    Trintignant: «Wenn ich spiele, dann stehe ich im Dienst des Regisseurs. Ich vergesse völlig meine Person und schlüpfe in eine Rolle. Es gibt keine guten oder schlechten Akteure. Es gibt nur gute oder schlechte Regisseure.»

    Zuletzt drehten Sie 2004 einen Film. Auf der Bühne hingegen sind Sie regelmäßig zu sehen. Bevorzugen Sie das Theater?

    Trintignant: «Ein Schauspieler gehört ins Theater. Das ist die richtige Schauspielerei. Da steht keine Kamera zwischen Darsteller und Zuschauer. Das ist live. Ich mag den Film, aber da geht es um zu viel Geld. Mir gefällt der ganze Zirkus um das Kino herum nicht, ich mag auch Cannes nicht.»

    In dem Film geht es um Sterbehilfe. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

    Trintignant: «Ich bin für Sterbehilfe. Ich will nicht an Perfusionen sterben, sondern früher.»

    Sie haben mit den größten Regisseuren der Welt gespielt. Wer ist für Sie der bedeutendste?

    Trintignant: «Haneke. Haneke ist für mich der beste Filmemacher der Welt.»

    Würden Sie nochmals vor die Kamera gehen?

    Trintignant: «Ja, aber nur mit Haneke. Ich habe ihm gesagt, dass ich bereit wäre, eine Nebenrolle in einem seiner nächsten Filme zu übernehmen.»

    Interview: Sabine Glaubitz, dpa

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