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    Berlin

    Neumann kandidiert als FFA-Präsident

    Der frühere Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) will Präsident der Filmförderungsanstalt (FFA) in Berlin werden.

    Bernd Neumann
    Bernd Neumanns Herz schlägt besonders für den Film.
    Foto: Tim Brakemeier – DPA

    «Ich bin von den verschiedensten Seiten aus der Filmwirtschaft gebeten worden, mich für das Ehrenamt des FFA-Präsidenten zur Verfügung zu stellen. Deshalb habe ich mich entschlossen zu kandidieren», sagte der 72-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. «Die Interessen der Filmschaffenden gehören seit vielen Jahren zu meinen Schwerpunkten.»

    Der bisherige Präsident der Förderanstalt, Produzent Eberhard Junkersdorf (75), gibt das Amt nach 15 Jahren ab. Am Mittwoch tritt der 36-köpfige Verwaltungsrat zusammen, um einen Nachfolger zu wählen. Neumann soll für die Deutsche Produzentenallianz in das Gremium einziehen. Er könnte dann zum Vorsitzenden des Verwaltungsrats gewählt werden und – wie Junkersdorf – in der Doppelrolle das Präsidentenamt übernehmen.

    «Es kommt mir entgegen, nicht als Vertreter der Politik entsandt zu werden. Ich will da etwas freier handeln können, als es mit einem politischen Mandat möglich wäre», sagte Neumann. «Zugleich wissen aber auch die Produzenten, dass ich nicht nur ihre Anliegen vertreten werde, sondern die der gesamten Filmwirtschaft.» Der 72 Jahre alte CDU-Politiker hatte nach der Bundestagswahl seinen Verzicht auf eine dritte Amtszeit als Kulturstaatsminister erklärt.

    Der Entschluss habe in keiner Weise mit seiner Erkrankung im Herbst zu tun gehabt, betonte er erneut. «Das war meine persönliche Entscheidung. Ich hatte mich schon im Frühjahr entschlossen, das Amt abzugeben», sagte er. «Ich fühle mich jetzt wieder wohl und gesund.»

    Die Filmförderungsanstalt ist nach Neumanns Worten eine tragende Säule der deutschen Filmwirtschaft. Mit knapp 50 Mitarbeitern verfügt sie über einen jährlichen Etat von rund 76 Millionen Euro, der sich aus der Filmabgabe von TV-Sendern, Videowirtschaft und Kinos speist. «Ohne diese Förderung wäre der deutsche Film nicht lebensfähig. Der Staat könnte in dieser Größenordnung nicht einspringen.»

    Das jüngste Urteil aus Karlsruhe zur Filmförderung nannte Neumann wegweisend. «Das Bundesverfassungsgericht hat unser Fördersystem auf voller Linie bestätigt. Vor allem wurde die Mitwirkung des Bundes auch im Bereich der Kulturpolitik anerkannt», so Neumann. Dringliche Aufgaben für die Zukunft seien ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den bisherigen und zukünftigen Zahlern der Filmabgabe sowie die Reform des Urheberrechts.

    Der aus Bremen stammende Neumann hat sich seit jeher besonders für den Kinofilm eingesetzt. Jahrelang arbeitete er in unterschiedlichen Jurys mit, 2007 rief er den Deutschen Filmförderfonds ins Leben. «Film ist für mich das faszinierendste Medium», sagt er. Zu seinen persönlichen Lieblingsfilmen der letzten Zeit gehört Christian Petzolds DDR-Drama «Barbara » (2012), das von derBespitzelung einer ausreisewilligen jungen Ärztin durch die Stasi erzählt.

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