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    Kinostart des «Roten Barons» in den USA

    Toronto/New York (dpa) – Zwei Jahre nach dem deutschen Start ist der Film «Der Rote Baron» auch in die amerikanischen Kinos gekommen.

    'Der Rote Baron'
    Matthias Schweighöfer bei den Dreharbeiten zum Film "Der Rote Baron" in Prag (Foto vom 11.07.2006)

    Die Geschichte des berühmtesten deutschen Fliegers des Ersten Weltkrieges hat zwar an den Kinokassen nicht für Aufmerksamkeit gesorgt, gerade in kanadischen Zeitungen aber eine Diskussion über Deutschland und seine Sicht auf die eigene Vergangenheit entfacht. «Kann Deutschland Kriegshelden haben?», fragten mehrere Blätter in Anspielung auf Manfred von Richthofen. Angeblich war es ein kanadischer Pilot, der den «Roten Baron» 1918 abschoss.

    Die Zeitung «Globe and Mail» (Totonto) fragt in einem Interview mit Til Schweiger, der neben Matthias Schweighöfer in der Titelrolle und Joseph Fiennes einer der Hauptdarsteller ist, ob «Deutschland denn gar keine Kriegshelden haben dürfe, nicht einmal aus dem Ersten Weltkrieg». Schweiger antwortet, dass Deutschland seit Jahrzehnten Probleme mit dem Begriff «Held» habe. Für ihn sei ein Kriegsheld einer, der seine Kameraden rette. Von Richthofen habe aber viele Menschen getötet.

    Die «National Post» beschwert sich über «viele historische Ungenauigkeiten». Die «Toronto Sun» schreibt von den jüdischen Piloten, die «for the Kaiser» flogen «für Deutschland, bevor es, na Sie wissen schon, DAS Deutschland wurde».

    Die Ansichten über den Film selbst sind geteilt. Während einige Kritiker «großartige» und «atemberaubende» Flugszenen würdigen, schreibt die «National Post», dass man den Gesichtern der Schauspieler ansehe, «dass sie vor einer Leinwand sitzen, auf die der Computer hinterher die Flugzeuge pinselt – zu wenig Wind, zu wenig Gefühl». Andere nennen die Ausstattung «einmalig», die Geschichte selbst sei aber etwas hölzern. Schweighöfer hatte anscheinend die Kontroverse vorausgesehen. In einem Interview mit der «Welt» hatte er schon 2008 gesagt: «Für diesen Film kann man sicher auch was auf die Fresse kriegen.»

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