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    Berlin

    Jimi Blue Ochsenknecht will erwachsen werden

    Jimi Blue Ochsenknecht ist der Sohn von ...? Klar, von Uwe Ochsenknecht. Kaum zehn Jahre alt, startete er seine Karriere als smarter Leon in der Familienfilmserie «Die Wilden Kerle».

    Jimi Blue Ochsenknecht
    Jimi Blue Ochsenknecht will zeigen, was er kann.
    Foto: Britta Pedersen - DPA

    Doch jetzt soll Schluss sein mit dem Teeniestar. Jimi Blue, 20, will erwachsen werden - und zwar auf eigene Faust, ohne Papas Hilfe. Von Donnerstag an ist er als psychopathischer Taxifahrer in dem ziemlich schwer verdaulichen Thriller «Kleine Morde» zu sehen, freigegeben ab 16.

    «Ich möchte zeigen, dass ich mehr drauf hab', als einen Fußballer zu spielen, der komische Sachen sagt. Ich will ein ernsthafter Schauspieler werden», erklärt der schlaksige junge Mann im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Dass der Film ohne Werberummel anläuft und nur in ausgewählte Kinos kommt, stört ihn zunächst wenig: «Hauptsache, die richtigen Leute sehen ihn.»

    Wie ein ausgebuffter Medienprofi gibt Ochsenknecht jr. vorsichtig und diplomatisch Auskunft, immer auf Fußangeln bedacht. Hatte der Vater Einfluss auf seine Karriere? «Am Anfang war ich mir gar nicht bewusst, dass mein Vater berühmt ist», sagt er. «Für mich ist das halt einfach mein Vater, und ich habe von Anfang an versucht, mein eigenes Ding zu machen.» Zusammen mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Wilson Gonzales wird er in der 4. Klasse zu einem Casting für «Wilde Kerle» geladen. Beide kriegen den Job auf Anhieb.

    Für Jimi Blue, benannt nach dem legendären Gitarristen Jimi Hendrix, werden daraus von 2003 bis 2008 fünf Folgen als Hauptdarsteller. Bald brechen Mädels in Kreisch-Orgien aus, wenn sie nur seine notorische Baseballkappe auftauchen sehen. Dafür lästern andere im Internet kräftig über ihn ab. 2007 und 2008 folgen die Musikalben «Mission Blue» und «Sick Like That». Das erste erreicht mit mehr als 100 000 Verkäufen Goldstatus. Nur das Lernen ist nicht Jimi Blues Ding. Er wechselt viermal die Schule und hört schließlich mit einem Hauptschulabschluss auf.

    «Mein Eltern wollten unbedingt, dass ich zumindest die Realschule mache, aber ich wusste ja, dass ich auf alle Fälle Schauspieler werden will», sagt er. Noch immer spricht der 20-jährige wie selbstverständlich von seinen Eltern, nicht von Vater und Mutter. Dabei sind Uwe und Natascha Ochsenknecht seit 2009 getrennt und seit sechs Wochen geschieden - als schrilles Paar häufig Thema in den Klatschspalten.

    Auch er selbst geriet mit seinem Bruder 2008 in die Schlagzeilen, als beide mit einer Gruppe von Freunden bei einer nächtlichen Randale-Tour beobachtet wurden. Die zwei Promi-Kids wehrten sich gerichtlich durch alle Instanzen gegen eine Berichterstattung - das Bundesverfassungsgericht widersprach ihnen jedoch im März endgültig.

    Die Familie zog in den letzten Jahren nach und nach aus dem Münchner Nobelvorort Grünwald nach Berlin, der jüngere Filius blieb zunächst für zwei Jahre allein in Bayern. Erst vor vier Monaten kam er «auf Probe» nach Berlin, sicherheitshalber noch das Tattoo einer bayerischen Brez'n am Handgelenk.

    Auf dem Programm steht für ihn demnächst auch ein neues Album, das ebenfalls «erwachsener» werden soll. «Das geht aber nicht von heute auf morgen», sagt er. «Als Teeniestar muss ich warten, bis meine Fans auch älter sind. Dann verstehen sie, warum ich diesen Schritt mache.»

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