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Frankreich nimmt Abschied von „Shoah“-Regisseur Lanzmann

Sein größtes Werk war der preisgekrönte Holocaust-Dokumentarfilm Shoah von 1985. Frankreich würdigt den am 5. Juli im Alter von 92 Jahren verstorbenen Filmemacher Claude Lanzmann.

Claude Lanzmann
Claude Lanzmann, französischer Filmemacher, Philosoph und Schriftsteller, starb im Alter von 92 Jahren.
Foto: Sven Hoppe – dpa

Paris (dpa). Mit einer bewegenden Trauerfeier hat sich Frankreich am Donnerstag von dem „Shoah“-Regisseur Claude Lanzmann verabschiedet.

Der französische Premierminister Edouard Philippe würdigte den am 5. Juli im Alter von 92 Jahren verstorbenen Filmemacher, Journalisten und Autor als einen Kulturschaffenden, der jene habe existieren lassen, die nicht mehr sind.

Lanzmann hat mit seiner fast zehnstündigen Zeitzeugen-Dokumentation „Shoah“ über den Völkermord an europäischen Juden Geschichte geschrieben. Er ließ darin Opfer und Täter des Holocausts zu Wort kommen. Wie kein anderer widmete er sich der Aufarbeitung der Gräuel des Nationalsozialismus.

Die Gedenkfeier fand im Ehrenhof des Pariser Invalidendoms statt. Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens nahmen teil, darunter auch der Intellektuelle Bernard-Henri Lévy. Lanzmann findet seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Montparnasse.

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