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    München

    «Francesco und der Papst»: Ein Singknabe wird berühmt

    Der Papst hat den Film noch nicht gesehen - glaubt zumindest Münchens Kardinal Reinhard Marx. Aber Marx ist sich sicher, dass er ihm gefallen wird.

    «Francesco und der Papst»
    Kardinal Reinhard Marx (l-r), Charlotte Knobloch und der orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis bei der Premiere.
    Foto: DPA

    «Francesco und der Papst» heißt der neue Film aus dem Vatikan in Rom, der am Gründonnerstag (21. April) in die Kinos kommt. Am Donnerstag gab es in München schon einmal eine Premiere für geladene Gäste.

    Marx, der erst vor wenigen Monaten von Benedikt XVI. zum Kardinal ernannt wurde, freut sich, dass der Streifen den Papst auf ganz persönliche Weise zeigt. Ein Film über das Kirchenoberhaupt aus der Sicht eines Singknaben am Petersdom sei interessant, erläuterte der Münchner Erzbischof.

    Auch wenn die katholische Kirche in Problemen stecke, sei das Interesse am Papst ungebrochen. «Die Menschen wollen wissen, was in der Kirche geschieht», sagte Marx, «und die Menschen sind an Personen interessiert.» Dass der Film im Jahr des Papst-Besuches in Deutschland in die Kinos kommt, ist für Marx ein nützlicher Nebeneffekt.

    Regisseur Ciro Cappellari fand es «sehr aufregend», im Vatikan zu drehen. Die Sicherheitsauflagen seien «sehr hoch» gewesen, aber es seien interessante Einblicke hinter die Mauern des Vatikans gelungen. «Der Papst hat sich geöffnet», meinte Cappellari, «weil es ein Film über ein Kind geworden ist.» Zudem liebe Benedikt XVI. Musik. Sein Bruder Georg Ratzinger war 30 Jahre lang Domkapellmeister in Regensburg und damit Leiter der weltberühmten Domspatzen. Der Papst selbst spielt Klavier.

    In dem Film geht es um den Singknaben Francesco, der davon träumt, einmal dem Papst vorsingen zu dürfen. Der Knirps schafft es. Nebenbei gewährt der 95-minütige Streifen Einblicke in den Alltag des Papstes aus der Sicht des Jungen. Dazu gehören Spaziergänge durch die Sommerresidenz Castel Gandolfo, die Privaträume und persönliche Gespräche mit Benedikt XVI. Die Medien bekommen den Film erst kurz vor dem Kinostart zu sehen.

    Zu der Promi-Premiere kamen neben einer Reihe von Vertretern aus der Filmbranche auch die frühere Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, und der orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis. Ansonsten überwogen in den Sitzreihen des Gloria-Palastes am Münchner Stachus die Herren im Priesterkragen.

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