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    Berlin

    Dämonischer Horrorfilm: «Insidious» auf DVD

    James Wan (34) ist der Mann mit der Säge: Mit «Saw» hat der in Malaysia geborene Australier eine der erfolgreichsten Horrorserien der letzten Jahre angestoßen.

    «Insidious»
    Der Horror beginnt.
    Foto: Universal Pictures - DPA

    Mit seinem jetzt auf DVD erschienenen Film «Insidious» wollte er schließlich beweisen, «dass man auch ohne Blut und Eingeweide einen gruseligen Film machen kann», wie er im Interview mit dem Musikmagazin «Rolling Stone» erläuterte. Das ist ihm vortrefflich gelungen.

    Umzüge gehen im Horror-Genre gern mal einher mit bösen Überraschungen. Bei «Insidious» gerät der Traum einer jungen Familie vom neuen Eigenheim zum unheimlichen Alptraum. Die Hauptrollen werden gespielt von Patrick Wilson («Watchmen - Die Wächter») sowie Rose Byrne («Troja»).

    Voller Erwartung beziehen Josh Lambert und seine Frau Renai ein schmuckes, wenn auch schon leicht betagtes Haus. Er arbeitet als Lehrer, sie verdingt sich als Komponistin, drei Kinder haben die beiden zusammen, man ist glücklich. Bis zu dem Unfall, in dessen Folge Sohn Dalton in ein rätselhaftes Koma fällt. Kein Arzt kann dem Achtjährigen helfen, Renai fühlt sich immer unwohler im neuen Haus, die mysteriösen Vorfälle häufen sich. Ein erneuter Umzug soll endlich Ruhe bringen; allmählich aber schwant der völlig überforderten Familie, dass es nicht das Haus ist, das besessen ist.

    «Insidious» wartet mit klassischen Versatzstücken des Horrorfilm-Genres auf: das unheimliche, vermeintlich verfluchte Geisterhaus, das besessene Kind, die Angst vor Dunkelheit, knarrende Türen, paranormale Erscheinungen. Und doch unterscheidet sich der Gruselfilm von vielen seiner Vorgänger. Regisseur Wan verzichtet auf Blut und Innereien. Setzt stattdessen auf subtilere Effekte. Etwa den sehr beeindruckenden und beängstigenden Score. Die musikalische Untermalung erinnert denn auch ein wenig an die Klasse von Horror-Ikonen wie etwa «Der Exorzist» von 1973.

    Zudem versuchen es Wan und Skriptautor Whannell mit Humor: Eine Geisterjägerin soll der Familie helfen, die beiden Assistenten sind fast bis zur Lächerlichkeit überzeichnet. Der Versuch zwar, Humor und Horror zu vermählen, geht nur teilweise auf. Ein mutiger Schritt ist dies trotzdem. Das junge Ehepaar derweil wird überzeugend dargestellt von Patrick Wilson und Rose Byrne, wobei man vor allem ihr die besorgte Mutter abnimmt.

    Bei allen, letztlich doch vorhandenen Zugeständnissen an Genre-Konventionen, gelingt es James Wan mit «Insidious», dem oftmals unter seiner Formelhaftigkeit leidenden Horror-Film, einiges an Frische zu injizieren. Zwar kippt das Werk nach zwei Dritteln ein wenig ins Skurrile, vor allem das erste Drittel des Films aber ist sehr stilvoll gestaltet. Farbpalette und Musik geben dem Setting eine gleichsam zeitlose Anmutung.

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