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    New York

    Baulöwe greift nach Hollywood-Studio Miramax

    Der Verkauf des erfolgreichen Hollywood-Studios Miramax scheint nur noch eine Frage von Tagen. Miramax Films hatte zahlreiche Blockbuster hervorgebracht, darunter «Der englische Patient», «Pulp Fiction» oder «Shakespeare in Love», und Dutzende Oscars eingeheimst.

    Unter den Interessenten scheint der Bauunternehmer Ronald Tutor die besten Karten zu haben. Er verhandelt derzeit mit Besitzer Walt Disney. Die Gespräche liefen fast rund um die Uhr, schrieb die Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag. Wenn sich die beiden Seiten einig werden, könnte das Geschäft schon kommende Woche verkündet werden. Im Raum steht ein Preis von 600 bis 700 Millionen Dollar (475 bis 554 Mio Euro). Um die Übernahme stemmen zu können, hat sich Tutor mit dem Finanzinvestor Colony Capital verbündet.

    Bereits seit Monaten ist das Schicksal von Miramax in der Schwebe. Die Verhandlungen mit den Brüdern Harvey und Bob Weinstein waren an unterschiedlichen Preisvorstellungen gescheitert. Die beiden hatten das Studio vor 31 Jahren gegründet und nach ihren Eltern Miriam und Max benannt. Aus Geldnot mussten die Brüder das Studio später aber an den weltgrößten Unterhaltungskonzern Disney verkaufen.

    Seit dem Ausstieg der Weinsteins im Jahr 2005 geht es mit Miramax bergab. Die Erfolge blieben aus. Disney hat die meisten Mitarbeiter vor die Tür gesetzt, wertvoll ist die Filmbibliothek mit rund 700 Titeln. Miramax hat sich einen Namen als Herausgeber von anspruchsvollen Streifen erworben, darunter «Das Leben ist schön», «Aviator», «Good Will Hunting», «Das Piano» und «No Country for Old Men».

    Unklar ist, welche Rolle die Brüder Weinstein beim Verkauf spielen. Sie halten noch Rechte an manchen Streifen. Zudem wird ihnen ein gutes Verhältnis zu Bauunternehmer Tutor und dem Chef des Finanzinvestors Colony, Tom Barrack, nachgesagt. Auch das berühmte Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) steht wegen seiner drückenden Schuldenlast zum Verkauf.

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