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    Wiesbaden

    10 Jahre Filmfestival goEast

    Das Kino im Osten Europas blickt anders auf die Welt - das zeigt das Filmfestival goEast in Wiesbaden. Es hat in zehn Jahren seit 2001 die Wiedergeburt des Filmschaffens in Mittel- und Osteuropa erlebt und ist selbst zu einer festen Institution geworden.

    10 Jahre Filmfestival goEast
    Eine Szene aus dem polnischen Film «Ich, Tomek», der beim Filmfestival goEast in Wiesbaden gezeigt werden soll.
    Foto: goEast dpa/lhe

    Bei der Jubiläumsausgabe vom 21. bis 27. April werden 123 Filme gezeigt, eine Rekordzahl von 35 Ländern beteiligt sich. Eröffnet wird das Festival mit dem Episodenfilm «Kurzschluss» den die Regisseure Pjotr Buslow, Alexej German jr., Boris Chlebnikow, Kiril Serebrennikow und Iwan Wyrypajew gemeinsam drehten. Mit einer Hommage wird der georgische Regisseur Otar Iosseliani («Die Günstlinge des Mondes») geehrt.

    Auch andere Filmfeste in Deutschland nehmen die östlichen Nachbarn in den Blick, etwa das Kinofestival Cottbus, auch das in Leipzig oder die Hofer Filmtage. Doch goEast wurde vor zehn Jahren mit Absicht im Westen, in der alten Bundesrepublik angesiedelt, sagte Begründerin Claudia Dillmann, Direktorin des Deutschen Filminstituts (DIF) in Frankfurt. «Wir müssen uns stärker um Kultur und Geschichte unserer östlichen Nachbarn kümmern.»

    Vor 1989 hatte der Film in allen sozialistischen Ländern zu den Vorboten der Wende gehört. Doch der Systemwechsel traf auch das Kino, sagte Dillmann: «Die Produktion brach zusammen.» Billige Hollywood- Produktionen überschwemmten den Markt in Osteuropa. Die neue Generation von Regisseuren in osteuropäischen Ländern hat immer noch eine andere Erzählweise als die Kollegen im Westen. Dillmann lobt die visuelle Kraft der Filme aus Ost- und Mitteleuropa. «Es wird weniger auf das Wort gesetzt.»

    Internet: dpaq.de/SuTQd

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