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    Schwanger mit 49: „Das unerwartete Glück der Familie Payan“

    Baby statt Wechseljahre: Nicole wird mit 49 Jahren unverhofft schwanger. Dabei ist sie längst Großmutter. Die französische Familienkomödie „Das unerwartete Glück der Familie Payan“ nähert sich mit Humor dem ernsten Thema einer späten Mutterschaft.

    Das unerwartete Glück der Familie Payan
    Doktor Gentil (Gregoire Bonnet) und Nicole (Karin Vard) können die späte Mutterschaft mit 49 Jahren kaum fassen.
    Foto: WildBunch - dpa

    Stuttgart (dpa). Wenn eine Frau mit Ende 40 oder sogar noch älter schwanger wird, sorgt das immer wieder für Schlagzeilen. Egal, ob das Prominente wie kürzlich Fernsehmoderatorin Caroline Beil (50) oder die Mutter aus Berlin ist, die 2015 mit damals 65 gleich Vierlinge zur Welt brachte.

    Wie aber ergeht es einem, wenn man mit Ende 40 - ungeplant - ein Kind erwartet? Davon erzählt nun die französische Komödie „Das unerwartete Glück der Familie Payan“.

    Als Nicole (Karin Viard) von ihrer Schwangerschaft erfährt, hat sie eigentlich langsam die Wechseljahre erwartet. Kein Wunder: Nicole ist schon 49 Jahre alt, hat zwei Kinder - und sogar eine Enkelin.

    Auch ihr Ehemann Jean-Pierre (Philippe Rebbot) ist wenig begeistert von der Sache. „Wir behalten es aber erstmal für uns“, fragt er, als er von ihrer Schwangerschaft erfährt. Lange geht das allerdings nicht - stattdessen sorgt die Situation für jede Menge Chaos in der Familie und löst nicht nur Jubel aus.

    „Das unerwartete Glück der Familie Payan“ ist eine typisch französische Komödie mit schrägen, aber liebenswerten Hauptfiguren und den klassischen Themen Liebe und Familie.

    In ihrem Spielfilmdebüt geht Regisseurin Nadège Loiseau wiederum noch einen Schritt weiter: Denn das Werk behandelt das Thema der späten Mutterschaft humorvoll und gleichzeitig sehr einfühlsam.

    „Ich wollte die ernsten Themen nicht aussparen, aber mit einer gewissen Leichtigkeit darüber lachen können, ohne das Weinen auszuklammern oder die Emotionalität“, sagte Loiseau in einem Interview mit dem Verleih.

    Und ernste Themen gibt es viele: Da ist Nicoles Mann Jean-Pierre, der seit Jahren arbeitslos ist. Da ist ihre Mutter Mamilette (Hélène Vincent), deren Pflegebedürftigkeit zunehmend zur Belastung wird. Und da ist Nicoles Tochter Arielle (Manon Kneusé), die zwar selbst Mutter ist, aber noch immer in ihrem Kinderzimmer wohnt und nicht so recht erwachsen werden will.

    Und jetzt auch noch ein Baby? Dies ist für Nicole die zentrale Frage. Immerhin war schon ihre erste Schwangerschaft mit 15 ungeplant, ebenso die folgende mit Arielle (ein „Verhütungsunfall“, wie Jean-Pierre einmal bemerkt).

    Nun will sie selbst entscheiden - und den „kleinen Untermieter“ abtreiben. Doch da hat Nicole die Rechnung natürlich ohne ihre Familie gemacht.

    Hauptdarstellerin Karin Viard („Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste“) ist für Rolle der späten Mutter, die eigentlich schon mit dem Rest ihrer Familie alle Hände voll zu tun hat, absolut passend gewählt.

    Sie verkörpert sowohl die Verzweiflung angesichts ihrer späten Schwagerschaft als auch die Liebe zu ihrer reichlich chaotischen Familie glaubhaft und anrührend und trägt den Film über die knapp 100 Minten.

    Das unerwartete Glück der Familie Payan, Frankreich 2015, 99 Min., FSK ab 6, von Nadège Loiseau, mit Karin Viard, Philippe Rebbot und Hélène Vincent

    Das unerwartete Glück der Familie Payan

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