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    New York

    Hawaii-Romanze: «Aloha – Die Chance auf Glück»

    Wenn Schauspieler im Film eine völlig andere Identität und Herkunft annehmen, kann das albern wirken. Einige Zuschauer mögen an Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen denken: Deutsche Schauspieler wie Karsten Speck oder Gaby Dohm, die an der Küste Cornwalls britische Charaktere darstellen.

    Aloha - Die Chance auf Glück
    Bradley Cooper, Emma Stone und Rachel McAdams im Kinofilm «Aloha - Die Chance auf Glück».
    Foto: 2015 Twentieth Century Fox/dpa

    In den USA hat der Kinofilm «Aloha - Die Chance auf Glück» mit einer ähnlich seltsamen Besetzung im Frühjahr sogar für harsche Diskussionen gesorgt. Denn die in Arizona geborene, weiße Schauspielerin Emma Stone («The Amazing Spider-Man») spielt darin die Fliegerpilotin Allison Ng. Die hat laut Drehbuch schwedische, hawaiianische und chinesische Wurzeln.

    «Aloha» hatte zum Filmstart nicht nur mit schlechten Kritiken, sondern mit einer Rassismus-Debatte zu kämpfen. «Ich kaufe denen das nicht ab», kommentierte zum Beispiel die Autorin des Fachblatts «Entertainment Weekly» und zählte damit noch zu den freundlichsten Stimmen. 

    Aber worum geht es im Film überhaupt? Im Mittelpunkt steht der von Bradley Cooper («American Hustle») verkörperte Brian Gilcrest, Bauunternehmer und Militärlieferant. Für das Honululu Space Programm soll er auf Hawaii den Bau eines neuen Waffensatelliten überwachen. Die quirlige Fliegerpilotin Allison (Stone) wird ihm zur Seite gestellt, und was als rein berufliche Beziehung beginnt, wird schnell zu einer möglichen Romanze.

    Auf Honolulu trifft Gilcrest aber auch seine große Liebe Tracy (Rachel McAdams, «Die Frau des Zeitreisenden») wieder, die inzwischen mit neuem Mann und Kindern in ein Leben ohne ihn gestartet ist.

    Gewürzt hat Regisseur und Drehbuchautor Cameron Crowe («Wir kaufen einen Zoo») das alles mit Bill Murray als exzentrischem Milliardär, Alec Baldwin als Armee-General und John Krasinski als Tracys neuem Partner. Ein passables Star-Ensemble also, um das herum sich eine Mischung entspinnt aus Hawaii-Mystik, Raumfahrt-Nostalgie und gewohnt feiner Soundtrack-Musik von Jónsi, dem Sänger der isländischen Indie-Lieblinge Sigur Rós.

    Klingt alles ein bisschen viel? So wirkt es auch. «Überfrachtet», «oberflächlich» und «unentschlossen» urteilten die US-Kritiker. Wer sich aber dazu durchringen mag, einigen angesagten Stars in hübschen Postkarten-Kulissen zuzuschauen, der wird den Kinoabend nicht bereuen. Klappt ja beim «Traumschiff» und bei Pilcher auch.

    Aloha

    /starline/kino/filmbesprechung/
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