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    Hamburg

    Amüsante Agenten-Satire «Ich – Einfach unverbesserlich»

    Die klassischen Superhelden im Kino, die das Publikum gern auf der Leinwand bewundert, sind gut aussehend, charmant und mutig. Vor allem jedoch besitzen sie einen vorbildlichen Charakter und möchten die Welt retten.

    Über diese Eigenschaften verfügt der Held in dem ausgefeilten Animationsabenteuer «Ich - Einfach unverbesserlich» des Regie-Duos Chris Renaud und Pierre Coffin jedoch nicht. Im Gegenteil: Der dickliche Gru ist ein gemeiner Schurke, der diebischen Spaß daran hat, seine Mitmenschen zu ärgern. Langen, lästigen Warteschlangen entledigt er sich kurzerhand mit einer genialen Gefrierwaffe. Der Traum des schwergewichtigen Superbösewichtes ist es, den Mond zu entführen, um die gesamte Menschheit in Angst und Schrecken zu versetzen. Doch dieser Plan wird ausgerechnet von drei kleinen Waisenmädchen durchkreuzt, die sich sehnlichst einen Vater wünschen.

    Die Idee zu dieser originellen Story stammt von dem spanischen Animationsspezialisten Sergio Pablos, der mit seinem Konzept zu «Ich - Einfach unverbesserlich» den amerikanischen Trickfilmproduzenten Chris Meledandri («Ice Age», «Horton hört ein Hu») begeisterte. Der langjährige Leiter der Animationsabteilung von 20th Century Fox, der mit Illumination Entertainment jetzt eine eigene Produktionsfirma betreibt, erkannte sofort das Potenzial dieses ungewöhnlichen Stoffes.

    Bei der Umsetzung dieser skurrilen Agenten-Persiflage ließen sich die Filmemacher Chris Renaud und Pierre Coffin von den James Bond- Filmen inspirieren. «Das gilt nicht nur für die Hauptfigur, sondern für den ganzen Stil dieses Films», erläutert Meledandri. Mit geradezu kindischem Vergnügen entwickelte das Team für den Superhelden infantile Wunderwaffen mit Gefrierwirkung oder einem Piranha-Effekt. Zur Seite gestellt wurde ihm ein verrückter Wissenschaftler, der rund um die Uhr schuftet, um seinem Boss seine neuesten Erfindungen der Fahrzeug- und Waffentechnik vorzustellen.

    Die besondere Herausforderung bei diesem Projekt bestand darin, den Animationsfilm in 3D zu produzieren. Zu diesem Zweck legten die Autoren bereits während ihrer Arbeit am Drehbuch bestimmte Szenen fest, in denen es sich inhaltlich anbot, auf Action in 3D zu setzen. Dazu gehörten beispielsweise verschiedene Luftsequenzen, in denen effektvoll Raketen abgefeuert werden. Den visuellen Höhepunkt dieses 3D-Spektakels bildet eine rasante Achterbahnfahrt, bei der allein der Blick auf die steil nach unten abfallenden Schienen ein unbehagliches Kribbeln im Magen auslöst. «In dieser Sequenz hat der Zuschauer das Gefühl, selbst in der Achterbahn zu sitzen», betont der Produzent.

    Mit «Ich - Einfach unverbesserlich» ist dem kreativen Animations- Team um Meledandri eine köstliche Komödie gelungen, die dank der liebevollen Reminiszenzen an alte Agenten-Thriller und Spionagefilme auch Erwachsene begeistern dürfte. Mit viel Herz, schwarzem Humor und treffenden Seitenhieben wird augenzwinkernd die Entwicklung des ultimativen Fieslings zum treu sorgenden Vater erzählt, die am Ende beweist: Superhelden sind gute Menschen!

    www.unverbesserlich-film.de

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