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Kapstadt

Trainer Le Guen tritt zurück – Eto'o macht weiter

Der Trainer steigt aus, der Star macht weiter. Nach dem ernüchternden WM-Aus mit drei Niederlagen steht Kameruns Fußball-Auswahl vor einem Neuaufbau.

Ausgeschieden
Samuel Eto'o winkt nach der Niederlage gegen die Niederlange dem Publikum.

Nur wenige Minuten nach dem 1:2 gegen die Niederlande im letzten Gruppenspiel gab Fußball-Lehrer Paul Le Guen seinen Rücktritt bekannt. «Mein Vertrag läuft aus. Es war ohnehin vorgesehen, dass ich aufhöre. Also höre ich auf», sagte der Franzose in Kapstadt. Dagegen will Angreifer Samuel Eto'o seine Karriere in der Nationalmannschaft des westafrikanischen Landes ungeachtet der Kritik an seiner schwachen WM-Leistung fortsetzen.

Kamerun war ohne Punktgewinn bereits nach der Vorrunde ausgeschieden. Deshalb wird die Zusammenarbeit mit Le Guen nach nur einem Jahr beendet. Der Nachfolger des Deutschen Otto Pfister hatte Mitte 2009 nur einen Vertrag über sechs Monate erhalten. Dieser war nach erfolgreicher WM-Qualifikation für weitere sechs Monate verlängert worden. Doch schon beim enttäuschenden Afrika-Cup wuchs die Kritik an der Arbeit des Franzosen. Spekulationen, nach denen er in Zukunft die Australier coachen wird, wollte Le Guen nicht kommentieren: «Das wird die Zukunft zeigen.»

Nach der Trennung verzichtete er auf Kritik an seiner Mannschaft: «Ich zeige jetzt nicht mit dem Finger auf bestimmte Spieler, sondern übernehme als Trainer die volle Verantwortung für diese enttäuschende WM.» Auch Eto'o wollte nicht nachkarten: «Es macht keinen Sinn, irgendjemandem die Schuld zu geben.»

Der Stürmer von Inter Mailand steht zusammen mit Le Guen im Zentrum der öffentlichen Kritik. So hatte Roger Milla, Kameruns WM- Star von 1990, aus seiner Enttäuschung über die Leistungen des großen Stars der «unzähmbaren Löwen» wiederholt keinen Hehl gemacht. «Er hat nichts geleistet. Und das für einen, der vielleicht der beste Fußballer in der Welt ist», meinte Milla. Dessen ungeachtet erklärte Eto'o nach dem Spiel gegen die Niederlande, weiter im Nationaltrikot auflaufen zu wollen.

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