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    Geheimfavorit: Wilmots beendet Experimentierphase

    So richtig zufrieden war Marc Wilmots nicht. Dabei hatte gerade das Team des belgischen Nationaltrainers in Genk einen klaren 5:1-Erfolg gelandet, wenn auch gegen den Fußball-Zwerg Luxemburg.

    Ernst
    Belgiens Trainer Marc Wilmots läutet die ernste Phase in der WM-Vorbereitung ein.
    Foto: Julien Warnand - DPA

    «Mit dem Ergebnis bin ich einverstanden, aber nicht mit der Leistung in der ersten Hälfte. Unsere Organisation war nicht gut und wir waren in der Abwehr viel zu unbekümmert», knurrte der ehemalige Profi des FC Schalke 04 nach dem ersten von drei Vorbereitungsspielen auf die WM in Brasilien.

    Die Belgier müssen vor ihrer ersten WM-Teilnahme seit 2002 nicht nur mit der großen Erwartungshaltung im eigenen Land klarkommen, sondern offensichtlich auch den gehobenen Ansprüchen ihres Trainers gerecht werden. Immerhin gilt der Zwölfte der FIFA-Weltrangliste dank seines enormen Offensivpotenzials und einer überragenden Qualifikationsrunde ohne Niederlage bei dem anstehenden Großereignis als Geheimfavorit.

    «Eigentlich sollte ich nicht so perfektionistisch sein. Wir haben noch drei Wochen Zeit», meinte Wilmots. Dennoch: Vor der Abreise ins Trainingslager nach Stockholm kündigte der 45 Jahre alte Coach an, dass die Experimentierphase nun beendet sei. «Gegen Schweden werde ich nicht sechsmal wechseln, sondern das Spiel so realistisch wie möglich bewältigen.»

    Gegen Luxemburg hatten vor allen Dingen der dreifache Torschütze Romelu Lukaku (3./23./53.) und Bundesliga-Star Kevin de Bruyne vom VfL Wolfsburg überzeugt. «Er ist glücklich und strahlt Selbstvertrauen aus. Er ist der Motor des Teams», lobte Wilmots den 22-Jährigen.

    Mit seinem Wechsel vom FC Chelsea in der laufenden Saison habe de Bruyne eine schwere Zeit durchgemacht, das sei manchmal aber auch gut für einen Kicker, meinte der Coach. De Bruyne verwandelte zunächst einen Strafstoß zum Endstand (90.) und ließ dann bei Twitter wissen: «Das war ein schönes erstes Spiel.» Für den vierten Treffer sorgte Nacer Chadli (71.).

    Mittelfeldspieler de Bruyne ist im Team der Belgier, die 1986 in Mexiko mit dem vierten Rang ihre bisher beste WM-Platzierung erreichten, einer von fünf Spielern, die Wilmots kürzlich zu seinen «Unberührbaren» erklärte und über die er sagte: «Wenn sie fit sind, spielen sie immer.»

    Neben de Bruyne trifft das außerdem auf Keeper Thibault Courtois, Abwehrchef Vincent Kompany, Alex Witsel und Eden Hazard zu. Courtois fehlte gegen Luxemburg nach dem verlorenen Champions-League-Finale mit seinem Club Atlético Madrid und wird erst in Stockholm auflaufen.

    Lob gab es von Wilmots für seine Debütanten Adnan Januzaj von Manchester United und Divock Origi vom OSC Lille. «Auch die Einwechselspieler haben ihre Sache gut gemacht. Januzaj steigert unsere Qualität. Aber auch für ihn gibt es eine Menge Konkurrenz. Die Plätze in der Startelf sind knapp», sagte der Trainer. Es wird ernst beim Geheimfavoriten.

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