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Nelspruit

Eriksson sieht goldene Zukunft: Was macht Drogba?

Der scheidende Coach Sven-Göran Eriksson verheißt ihnen eine glänzende Zukunft, doch zunächst müssen die «Elefanten» ihren Superstar Didier Drogba für einen neuen Anlauf gewinnen.

Kapitän
Konzentriert hört Didier Drogba der ivorischen Nationalhymne zu.

«Das habe ich noch nicht entschieden», beantwortete der Chelsea-Angreifer kurz und knapp die Frage, ob er 2014 in Brasilien die Elfenbeinküste zum dritten Mal in eine Fußball-WM führen will. Nach dem frühen Vorrunden-Aus war Drogba in den Katakomben des Nelspruiter Mbombela-Stadions trotz des versöhnlichen Abschieds mit dem 3:0 gegen Nordkoreas Nobodys nicht danach zumute, konkret über Zukunftspläne zu parlieren.

Dafür war der Schwede Eriksson nach dem verdienten Erfolg, den Yaya Touré (14. Minute), Romaric (20.) und Salomon Kalou (82.) herausgeschossen hatten, umso gesprächiger. Nach dem Ende seines dreimonatigen WM-Projekts mit Drogba und Co. stellte der scheidende Coach den ivorischen Fans in Aussicht, dass ihr Team über Jahre hinweg eine bedeutende Rolle im Weltfußball spielen werde. «Die Zukunft dieser Mannschaft ist großartig. Viele dieser Spieler können in vier Jahren wieder dabei sein», sagte Eriksson, der noch einige Tage in Südafrika bleiben will, ehe er seinen Urlaub beginnt.

Auch der Hamburger Guy Demel glaubt fest daran, dass sein Team in nicht allzu ferner Zeit endlich die Erwartungen erfüllen kann, die viele Experten in die Westafrikaner setzen. Obwohl die hochgehandelte Auswahl um ihren Leitwolf Drogba bisher weder eine WM-Vorrunde überstehen noch den Afrika Cup gewinnen konnte, sieht der Rechtsverteidiger nicht schwarz. Im Gegenteil: «Das war die erste goldene Generation. Ich denke, jetzt kommt eine erfolgreiche Generation», sagte Demel, der gegen die Asiaten wegen Oberschenkelproblemen kurzfristig passen musste.

So optimistisch ist sein Kapitän Drogba nicht. Vielmehr flüchtete sich der 32-Jährige am Ende seines kurzen WM-Gastspiels in Ironie. «Wenn man will, dass ein afrikanisches Team die WM gewinnt, sollte die Weltmeisterschaft öfter in Afrika stattfinden. Dann haben wir eine Chance», scherzte der Superstar. Zugleich ließ er nochmals seinem Frust über die Auslosung freien Lauf, die der Elfenbeinküste Brasilien und Portugal als unüberwindbare Gruppengegner beschert hatte. «Wir haben gegen die Nummer 1 und 3 der Weltrangliste gespielt. Das ist nicht fair», klagte Drogba, nachdem die Ivorer als fünfte Mannschaft des Gastgeber-Kontinents ausgeschieden waren.

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