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    London

    Ballack rätselt über deutsch-englische Rivalität

    Michael Ballack will in der kommenden Woche zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika stoßen und setzt schon deshalb auf einen Sieg im WM-Achtelfinale gegen England.

    Zuversichtlich
    Ballack ist vor dem Spiel der Nationalmannschaft gegen England zuversichtlich.

    «Es sollte ein fantastisches Spiel werden, aber die Rivalität, von der hier jeder spricht, besteht eher auf Eurer Seite als auf unserer», schrieb der derzeit verletzte DFB-Kapitän in seiner Kolumne für die «Times» den englischen Fans. «Aus unserer Sicht ist die Rivalität eher mittelgroß.» Vor seiner Abreise ans Kap dürfte Ballack noch seine fußballerische Zukunft klären. Er steht kurz vor einer Einigung mit Bayer Leverkusen.

    Viele Deutsche seien überrascht, von England als der größte Gegner angesehen zu werden. «Wir wissen wirklich nicht warum», erklärte Ballack, dem nach seiner Mitte Mai erlittenen Bänderverletzung im Knöchel Anfang der nächsten Woche die Gipsschiene abgenommen wird. Und der Mittelfeldakteur fügte augenzwinkernd hinzu: «Vielleicht ist es wegen 1966 und dem Tor, das nie hätte gegeben werden sollen!»

    Die größte Fußball-Rivalität bestehe zwar zwischen Deutschland und dem Nachbarn aus den Niederlanden, aber auch ein Match gegen England sei «immer aufregend». Das Verhältnis zum Fußball-Mutterland sei zuletzt «gesünder» geworden, wenngleich beide Länder noch nicht so weit seien, dass die Anhänger vor dem Spiel «gemeinsam Bier trinken und zusammen feiern.»

    Er erwarte ein enges Match gegen die «Three Lions», so Ballack. England sei bisher unter seinen Möglichkeiten geblieben und müsse nun sein «wahres Selbst» zeigen, während das DFB-Team brillant gestartet sei, danach nachgelassen habe und sich nun steigern müsse. Allerdings sei England weiter von der Bestform entfernt als Deutschland.

    Sehr wichtig sei, dass Bastian Schweinsteiger spielen könne. «Er ist der Spieler mit den meisten Ballkontakten im Mittelfeld, und ohne ihn wird es sehr schwer.» Ballack lobte erneut auch Mesut Özil als «Deutschlands kreativsten Spieler, der gefährlich ist, selbst wenn er nicht so gut spielt. Seine Bewegungen sind fantastisch.» Auch Bundestrainer Joachim Löw habe dank seines engen Verhältnisses zu den Nationalspielern seine Sache hervorragend gemacht.

    Deutschland habe eine junge, aber erfahrene Mannschaft, urteilte Ballack. Die DFB-Elf werde sich im Zweifelsfall an das geflügelte Wort des englischen Ex-Nationalstürmers Gary Lineker erinnern, wonach Fußball ein Spiel sei, dass über 90 Minuten gespielt werde, «und am Ende gewinnen die Deutschen im Elfmeterschießen». Deutschlands traditionelle Stärke vom Elfmeterpunkt liege daran, «dass wir nicht allzu viel darüber nachdenken» – auch nicht über «negative Szenarios, selbst gegen England. Diese Unbeirrbarkeit ist unsere Stärke.»

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