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    Wackersdorf: Eine Wiederaufberaitungsanlage wurde nie verwirklicht

    In Wackersdorf in der bayerischen Oberpfalz sollte, nachdem die geplanten Standorte in Rheinland-Pfalz (Hambuch, Illerich), Hessen (Frankenberg-Wangershausen) und Niedersachsen (Gorleben) gescheitert waren, in den 80er-Jahren die zentrale Wiederaufarbeitungsanlage in Deutschland errichtet werden.

    Ein Kinderbild aus den Zeiten des Widerstandes gegen die WAA in Wackersdorf in der Oberpfalz. Foto: DENKmal-Film
    Ein Kinderbild aus den Zeiten des Widerstandes gegen die WAA in Wackersdorf in der Oberpfalz.
    Foto: DENKmal-Film

    Die Bauarbeiten im Taxöldernder Forst begannen Ende 1985, begleitet von heftigen Protesten, bei denen sogar Todesopfer zu beklagen waren. Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hob im April 1987 die erste Teilerrichtungsgenehmigung auf und erklärte im Januar 1988 sogar den gesamten Bebauungsplan für nichtig. Gleichzeitig zogen sich auch die Energiekonzerne zurück, sodass im Mai 1989 die Bauarbeiten, für die bis dahin bereits rund 10 Milliarden Mark ausgegeben worden waren, eingestellt wurden. Kurz danach unterzeichnete die Bundesregierung einen Vertrag mit Frankreich über eine gemeinsame Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague. Auf dem ehemaligen WAA-Standort in Bayern entstand in der Folgezeit ein Gewerbegebiet ("Innovationspark Wackersdorf").

    Über die Proteste in Wackersdorf gibt es viele Berichte. Denkmal-Film in München hat dazu einen 90-minütigen Dokumentarfilm von Irina Kosean (90 Minuten) "Aufruhr, Widerstand, keine WAA im Land!" veröffentlicht, der den damaligen Widerstand in der Oberpfalz zum Thema hat.

    Weitere Informationen gibt es unter www.denkmal-film.com

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