40.000
Aus unserem Archiv
Kastellaun

Kastellaun: 50 Soldaten nach Afghanistan verabschiedet (Mai 2013)

Mit einer feierlichen Zeremonie auf der Sponheimer Burg sind 50 Soldaten aus Kastellaun zum Auslandseinsatz nach Afghanistan verabschiedet worden. Die ersten Männer werden bereits im Juni ihre Heimatkaserne verlassen.

Im fernen Mazar-e-Sharif sind die Kastellauner Soldaten als „Telekom der Bundeswehr" für die satellitengestützte Kommunikation verantwortlich. Sie stellen die Übertragung von Meldungen, Informationen und Befehlen sicher – innerhalb des Feldlagers, aber auch aus „Camp Marmal" heraus nach Deutschland. Ihr Einsatz soll vier bis sechs Monate dauern, dann werden sie von Kameraden abgelöst. „Bei den schwierigen und gefährlichen Aufgaben, die Ihnen bevorstehen können, sollen Sie die Gewissheit haben, dass das Land hinter Ihnen steht", sagte Staatssekretärin Heike Raab bei der Verabschiedung.

Kastellauner Stadtschild als Glücksbringer

Rückendeckung gab es auch von Bürgermeister Marlon Bröhr. Er überreichte Oberstleutnant Sven Voigtmann ein gelbes Kastellauner Stadtschild, damit die Soldaten beim bevorstehenden Auslandseinsatz einen „Glücksbringer" im Gepäck haben. „Wir werden das Schild in Ehren halten. Es wird uns täglich an unsere Heimat erinnern", versprach Voigtmann, der im September 2011 zum Kommandeur der Hunsrück-Kaserne ernannt worden war. Er selbst wird im Juni als ranghöchster Soldat des Führungsunterstützungsbataillons 282 in den Einsatz nach Afghanistan gehen.

Staatssekretärin Raab verdeutlichte, dass Bundeswehreinsätze zu ständigen Herausforderungen geworden seien. Dazu gehöre nicht nur humanitäre Hilfeleistung und internationale Krisenbewältigung, sondern auch die Bekämpfung des weltweiten Terrors. „Diese Herausforderungen kann Deutschland, kann die Bundeswehr nur bestehen, weil Soldaten freiwillig Wehrdienst leisten", sagte Heike Raab und verdeutlichte: „Wir alle brauchen diese Dienstbereitschaft, damit die Sicherheit und die Freiheit, in der wir leben dürfen, geschützt und erhalten werden kann." Denn auf der Kastellauner Burg traten am frühen Dienstagabend auch 47 Rekruten aus der Hunsrück-Kaserne an. Die jungen Frauen und Männer, die am 2. April freiwillig ihren Dienst angetreten haben, legten ihr Gelöbnis ab. Die feierliche Zeremonie innerhalb der trutzigen Mauern wurde musikalisch umrahmt vom Heeresmusikkorps 300.

Zu Beginn der Veranstaltung demonstrierten einige Menschen gegen den Einsatz in Afghanistan, der bereits insgesamt 53 Bundeswehrsoldaten das Leben kostete. „Jeder Krieg ein Verbrechen. Jeder Grund eine Lüge", war auf einem Transparent zu lesen. Maximilian Eckhardt

Weitere Artikel
Meistgelesene Artikel