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Braubach

Friedhof mit Aussicht

Einen kilometerweiten Ausblick auf das Rheintal bis nach Stolzenfels und zum Koblenzer Fernmeldeturm kann genießen, wer die 18 Stufen des alten Friedhofs an der Martinskapelle in Braubach erklimmt. Von einer grauen Steinmauer eingefasst, liegt die malerische Ruhestätte gegenüber von Spay auf einem Bergsattel zwischen Marksburg und den südlichen Berghängen.

Altes Gemäuer und kilometerweite Aussicht Foto:
Altes Gemäuer und kilometerweite Aussicht
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Von Simone Wittig

Die weiß verputzte Kapelle mit grauem Schieferdach, rot eingefassten Fenstern und ihrem unter einem großen Rundbogen mit Eisenverzierungen beschlagenen hölzernen Hauptportal ist die älteste Kirche der kleinen Stadt am Rhein. Geweiht wurde sie im Jahr 1242 und um 1000 als eine der Kirchen des Stifts St. Kastor zu Koblenz erstmals urkundlich erwähnt.

Direkt hinter der Kapelle führt ein kleiner Kiesweg vom vorderen Teil des Friedhofs zu dem Areal, in dem auch der aus Braubach stammende Kammersänger Heinrich Schlusnus (1888-1952) seine letzte Ruhe fand. Steil geht es hinter dem rotbraunen Eisengeländer den wild bewachsenen Abhang hinunter. Eine gemütliche Holzbank schmiegt sich an die zum Fluss gerichtete Wand der Kapelle. Unter dem Schatten spendenden Baumdach finden Wanderer an diesem friedlichen Ort selbst bei heißem Sommerwetter einen ruhigen Moment an der kühlen Mauer der Kapelle.

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