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Koblenz-Metternich

Eine Eule mit magischem Ausblick

Es gibt Tage, da will man eigentlich gar nicht vor die Tür. Und es gibt Touren, die sind selbst an einem solchen Tag zu bewältigen. Die auf den Kimmelberg bei Metternich zum Beispiel. Kaum 15 Minuten sind es zu Fuß vom Kern des Koblenzer Stadtteils bis auf den Berg, der eigentlich noch ein Hügel ist.

Die Metternicher Eule hat vom Kimmelberg aus alles im Blick. Foto:
Die Metternicher Eule hat vom Kimmelberg aus alles im Blick.
Foto:

Von Angela Kauer

Vorbei geht es am Kloster der Schönstattschwestern, dann nach links auf einen Feldweg, zwischen alten Kirsch- und Lorbeerbäumen hindurch. Oben, umgeben von einem kleinen Wäldchen, steht ein Kriegerdenkmal. 1913 wurde es eingeweiht, auf der Spitze thront ein preußischer Adler. Im Volksmund bekam das Denkmal bald den Namen "Metternicher Eul". Die Metternicher selbst werden heute noch Eulen gerufen. Eine nette Geschichte, werden Sie jetzt denken. Aber wo bleibt der Zauber?

Er entfaltet sich, wenn der Besucher den Blick vom Denkmal abwendet. Das Wäldchen öffnet sich und gibt den Blick frei auf die Festung Ehrenbreitstein am gegenüberliegenden Rheinufer und auf die Biegungen der Mosel. Fast die ganze Stadt Koblenz und Teile des Neuwieder Beckens lassen sich so überblicken. Wem das noch nicht genug Magie ist, der sollte einmal an Silvester hier hinaufkommen. Zu beobachten, wie Koblenz Funken sprüht und sich im Goldregen in eine glitzernde Schöne verwandelt, das ist wirklich zauberhaft.

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