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    Koblenz

    Die Schanzenpforte: Eine Gasse mit Charakter

    Es mag hübschere Orte in der Koblenzer Altstadt geben, denn pittoresk ist die Schanzenpforte nicht gerade. Aber die Gasse zwischen Gymnasial- und Poststraße hat Charakter.

    Foto: Tim Kosmetschke

    Tim Kosmetschke

    Auf ihren kaum 200 Metern finden sich: ein feiner Friseur, ein Nagelstudio, eine Kunstgalerie, ein Logopäde, ein altsprachliches Gymnasium (zumindest die Rückseite), diverse Schenken und Spelunken, eine Rockdisco, ein Stückchen übrig gebliebene alte Stadtmauer, mehrere Geschäfte und - so wird gemunkelt - weiteres Gewerbe. Sie wissen schon.

    Wenn etwa der schmucke Jesuitenplatz in unmittelbarer Nähe eine Art Bühne fürs Sehen-und-gesehen-Werden ist, dann ist die Schanzenpforte die Hinterbühne. Hier, Backstage, ist Koblenz vielleicht nicht herausgeputzt wie sonst seit der Buga allerorten. Aber vielleicht erzählt diese Gasse gerade deshalb mehr darüber, wie diese spannende, alte Stadt geworden ist, was sie ist, als die Touristenecken.

    Auch in die Schanzenpforte haben die Kriege schlimme Wunden geschlagen, nicht alle alten Gebäude wurden wieder wie vorher aufgebaut - Zweckarchitektur bestimmt das Bild. Touristen werden in dieser Gasse keinen vollen Tag verbringen wollen, nicht mal einen halben Nachmittag. Vielleicht aber eine ganze Nacht. Denn in der Kultdisco Dreams kann man auch heute noch zu harten Klängen tanzen wie man will, so wie es Generationen von aufwachsenden Koblenzern auch schon getan haben.

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