Evangelische Kirche
EKHN will Kirchentag nach Frankfurt holen
Christiane Tietz
Christiane Tietz
Helmut Fricke. DPA

Ein Kirchentag als «Energie-Booster» für Frankfurt? Warum die EKHN trotz Spardrucks auf das Großevent setzt.

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Frankfurt/Main (dpa) – Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) möchte zum Kirchentag Anfang der 2030er Jahre nach Frankfurt am Main einladen. Das hat die EKHN laut einer Mitteilung auf ihrer Herbstsynode beschlossen. «Ein Kirchentag ist ein kraftvolles Zeichen lebendigen Glaubens, wertschätzender Pluralität und christlicher Verantwortungsübernahme – mitten in der Gesellschaft, mit großer Ausstrahlung und als Begegnungsort für viele Menschen», sagte Hessen-Nassaus Kirchenpräsidentin Christiane Tietz.

Der Beschluss, den Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Frankfurt zu holen, sei nach intensiven Beratungen und einer leidenschaftlichen Diskussion der Synodalen angesichts von Sparbeschlüssen auf der Synode gefallen. Die EKHN plane zur Finanzierung des Kirchentages eine zweckgebundene Rücklage in Höhe von zehn Millionen Euro zu bilden. Mit Stadt und Land liefern derzeit Gespräche über eine finanzielle Beteiligung an der Großveranstaltung.

Nach Ansicht von Tietz könne ein Kirchentag in Frankfurt ein «Energie-Booster» für die EKHN sein. Die Mainmetropole sei bereits fünfmal Gastgeberin eines Kirchentages gewesen, zuletzt beim Ökumenischen Kirchentag 2021. Damals habe das Großereignis pandemiebedingt nur in stark reduzierter Form stattfinden können.

Das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentags werde voraussichtlich im kommenden Jahr über eine Annahme der Einladung entscheiden. Zum Gebiet der EKHN gehören weite Teile von Mittel- und Südhessen sowie ein Teil von Rheinland-Pfalz inklusive Mainz. Die EKHN zählt rund 1,3 Millionen Mitglieder.

© dpa-infocom, dpa:251129-930-358279/1

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