Archivierter Artikel vom 24.07.2013, 23:05 Uhr

Schweres Zugunglück im Nordwesten Spaniens: Mehr als zwölf Tote

Santiago de Compostela (dpa) – Ein Schnellzug springt in Nordwestspanien aus unbekannter Ursache aus den Schienen. Es gibt zahlreiche Tote und Verletzte. Den Helfern an der Unglücksstelle bieten sich schreckliche Bilder.

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Unglücksort
13 Waggons des Schnellzugs aus Madrid sprangen kurz vor der Einfahrt in den Bahnhofaus den Schienen.
Foto: Sxenick – DPA

Ein schweres Eisenbahnunglück im Nordwesten Spaniens hat mehr als 30 Fahrgäste eines Schnellzuges in den Tod gerissen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise und Augenzeugen berichtete, wurden über 50 Passagiere des Zuges bei dem Unglück in Santiago de Compostela verletzt.

Zugunglück
Der Zug entgleiste nahe der Stadt Santiago de Compostela.
Foto: Oscar Corral – DPA

Der Zug war aus unbekannter Ursache wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof der Stadt entgleist und umgestürzt. Das Unglück ereignete sich am Abend in der Pilger-Metropole an einer Stelle, an der die Gleise in einer relativ engen Kurve verlaufen. Augenzeugen berichteten der Zeitung „La Voz de Galicia“, der Zug sei ungewöhnlich schnell in die Kurve eingebogen.

Unglücksstelle
Der Zug entgleiste nahe der Stadt Santiago de Compostela.
Foto: Oscar Corral – DPA

Die 13 Waggons des Zuges wurden auseinandergerissen und sprangen aus den Schienen. Einige Wagen prallten neben den Gleisen gegen eine Mauer und stürzten um, andere Waggons verkeilten sich ineinander. Ein Wagen flog sogar über die Begrenzungsmauer hinweg.

An der Unglücksstelle boten sich schreckliche Bilder. Die Rettungskräfte bargen Tote und Verletzte aus den zertrümmerten Waggons. Neben den Gleisen lagen mehrere Tote, die mit Tüchern bedeckt waren.

Der Unglückszug hatte sich auf der Fahrt von Madrid zur Küstenstadt El Ferrol im Nordwesten Spaniens befunden. Er war mit mehr als 200 Fahrgästen besetzt gewesen. Am kommenden Wochenende hatte inSantiago de Compostela ein großes Fest stattfinden sollen. Die Stadt sagte die Feierlichkeiten aufgrund des Zugunglücks ab.