Archivierter Artikel vom 05.12.2019, 15:28 Uhr
Warschau

Gefährliche Tierseuche

Schweinepest breitet sich weiter in Polen aus

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Polen weiter aus. Drei Wochen nach einem Ausbruch in der polnischen Woiwodschaft Lebus wurde am Donnerstag erstmals in der Woiwodschaft Großpolen der Erreger bei einem verendeten Wildschwein festgestellt.

Elektrozaun
Der Mitarbeiter eines sächsischen Veterinäramtes baut einen Elektro-Wildabwehrzaun auf.
Foto: Ronald Bonss/dpa-Zentralbild/dpa

Das Tier wurde laut Nachrichtenagentur PAP in der Nähe der Ortschaft Keblowo rund 70 Kilometer südwestlich von Posen (Poznan) entdeckt. Von Keblowo bis zur deutsch-polnischen Grenze sind es rund 115 Kilometer.

Schweinepest in Polen
Wildschweine am Stadtrand von Warschau: Polen gehört in Europa neben Rumänien, Ungarn und dem Baltikum zu den besonders von Afrikanische Schweinepest betroffenen Regionen.
Foto: Czarek Sokolowski/AP/d – dpa

Erst am Dienstag war der Virus bei einem toten Wildschwein in der Nähe Nowogrod Bobrzanski in der Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Der Ort liegt nur gut 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. In dieser Gegend nahe der Grenze zu Brandenburg gibt es seit Mitte November einen Ausbruch der Seuche, mehrere Dutzend infizierte Tierkadaver wurden dort gefunden.

Übung
Proben für den Ernstfall: Ein Mitarbeiter des Landwirtschaftsbetriebs Vetcon simuliert an einem Modellschwein die Tötung eines Hausschweins mit einer Elektrozange.
Foto: Ronald Bonß/dpa-Zentralbild/dp

Während der jetzige Fall weiter von der deutschen Grenze entfernt ist, erhöht sich die Besorgnis der polnischen Behörden. Denn in der betroffenen Woiwodschaft Großpolen werden 3,5 Millionen Hausschweine gehalten.