Archivierter Artikel vom 21.07.2014, 17:55 Uhr

Mehr als 70 Tote bei Kämpfen und Anschlägen in Afghanistan

Kabul (dpa). Hunderte Taliban-Kämpfer greifen Polizisten in Afghanistan an. Dutzende Menschen kommen uns Leben. Im ganzen Land gehen Sicherheitskräfte gegen die Extremisten vor.

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Selbstmordanschlag
Ein Selbstmordattentäter jagte sein mit Sprengstoff beladenes Auto neben einem Konvoi von Sicherheitskräften in die Luft.
Foto: Watan Yar – DPA

Bei mehreren Anschlägen und Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Extremisten sind in Afghanistan in den vergangenen Tagen insgesamt mehr als 70 Menschen ums Leben gekommen.

Afghanische Truppen töteten bei mehreren Einsätzen 31 Taliban-Kämpfer in den Provinzen Chost, Kandahar, Helmand und Parwan. 15 weitere wurden verletzt, wie das Verteidigungsministerium am Montag mitteilte. Zudem starben nach Angaben eines Sprechers des Gouverneurs von Farjab seit Freitag acht Polizisten und 28 Taliban-Kämpfer bei Gefechten in dieser nordafghanischen Provinz.

Etwa 300 Extremisten hatten Polizei-Kontrollpunkte angegriffen, sagte Ahmad Javid Bedar. Die Kämpfe dauerten am Montagabend (Ortszeit) noch an. «Ein Kontrollpunkt fiel in die Hände der Taliban, 17 der Angreifer wurden verletzt», fügte Bedar hinzu.

In der südlichen Provinz Helmand riss ein Selbstmordattentäter mindestens einen Zivilisten und einen Polizisten mit in den Tod, als er sein mit Sprengstoff beladenes Auto neben einem Konvoi von Sicherheitskräften in die Luft jagte, wie ein Sprecher der Provinzregierung sagte. Rund 15 Menschen seien verletzt worden. Bei einem weiteren Anschlag mit einer am Straßenrand platzierten Bombe kamen laut Verteidigungsministerium drei Soldaten ums Leben. Nähere Angaben hierzu gab es zunächst nicht.