Archivierter Artikel vom 11.04.2014, 11:01 Uhr
Simmern

Fußball: Alle Augen Richtung Moselstadion, Cochem trifft auf Ellenz

Der Fokus am 21. Spieltag der Fußball-Kreisliga B Nord liegt eindeutig auf der Partie Cochem gegen Ellenz-Poltersdorf. Auf dem Cochemer Kunstrasen steigt am Sonntag (15 Uhr) nicht nur das ewig brisante Mosel-Derby, auch im Aufstiegskampf kann beim Duell Tabellenerster gegen Tabellenzweiter eine Vorentscheidung fallen.

Spvgg Cochem – SSV Ellenz-Poltersdorf. Derby und absolutes Spitzenspiel – die Ausgangslage könnte vor der Partie kaum brisanter sein. Bei einem Cochemer Dreier wäre der Spvgg der Aufstieg kaum noch zu nehmen, bei einem Ellenzer Erfolg würde wieder Spannung an der Spitze herrschen. Dann würde der Vorsprung auf zwei Zähler zusammenschrumpfen. „Für uns geht es darum, Lehren aus dem 0:3 gegen Büchel zu ziehen. Das heißt, vorne die Chancen nutzen und hinten die Fehler abstellen“, sagt Cochems Trainer Andreas Heyl. In der Hinrunde gelang das ausgezeichnet, als die Spvgg auch gegen Büchel verlor und danach dem SSV auf eigenem Platz beim 6:2 eine schallende Ohrfeige verpasste. Bis auf Robin Marakovic hat Cochem alle Mann an Bord. Ellenz hat sich im Gegensatz zu Cochem nach der Winterpause noch keine Blöße gegeben und alle vier Partien gewonnen.

SG Lutzerath – SG Landkern/Illerich. Im Jahr 2014 macht die SG Landkern einen deutlich besseren Eindruck als vor der Winterpause. Mittlerweile stehen die Eifeler über dem Strich und waren am Sonntag nur Minuten davon entfernt, auch bei der SG Vorderhunsrück einen Punkt zu entführen. Trotzdem ist Trainer Karl-Heinz Gorges vor dem Duell gegen Lutzerath nicht allzu euphorisch. Die Personallage vermiest ihm die Stimmung: „Momentan habe ich elf Spieler. Wir wollen zwar was mitnehmen, aber so wird es schwierig.“ Sebastian Hermes ist nach seinem Platzverweise gesperrt, ein Großteil des Kaders fehlt beruflich. Gegner Lutzerath kann befreit ins Spiel gehen. Für die Mannschaft von Trainer Wolfgang Breitscheidel geht es nur noch um eine gute Platzierung im Tabellenmittelfeld.

SVC Kastellaun – SG Faid/Weiler-Gevenich. In der Vergangenheit sah Faid in Kastellaun oft schlecht aus. Das interessiert Faids Spielertrainer Jens Fiedermann aber wenig: „Wir leben schließlich im Jetzt und nicht in der Vergangenheit.“ Nach dem Fußballfest gegen Oppenhausen (7:2) sowieso mehr denn je: „Wir haben das am Dienstag noch mal Revue passieren lassen und uns auf die Schulter geklopft. Danach war aber auch gut. Der Fokus muss jetzt Spiel für Spiel gelegt werden.“ Kastellauns Trainer Patrick Dünwald hat dagegen schon die vergangenen Partien gegen Faid im Blick: „Wir haben immer gut ausgesehen. Bei uns ist immer alles möglich. Einen Punkt wollen wir mitnehmen.“

SG Oppenhausen/Nörtershausen – SG Hambuch/Kaifenheim/Brohl. Für Hambuch geht es nur noch um die goldene Ananas. Trainer Reiner Mohr geht ohne allzu große Ambitionen ins Spiel: „Nach unseren Leistungen zuletzt gegen Beurener Höhe ist Oppenhausen sicher Favorit, auch wenn sie am Sonntag in Faid verloren haben.“ Wie Oppenhausen eben jene 2:7-Klatsche weggesteckt hat, darauf ist auch Oppenhausens Übungsleiter Manfred Wolff gespannt: „Mal sehen, wie meine Spieler reagieren. Ich habe im Training genau aufgepasst, wen ich bringen kann und wen nicht. Die ein oder andere Änderung werde ich sicher vornehmen.“

SV Büchel – SV Beurener Höhe. Nach dem Coup gegen Cochem erwartet Büchel mit Schlusslicht Beuren von der Ausgangsposition her das genaue Gegenteil. Dennoch sollte Beuren nicht mehr als eine Pflichtaufgabe für den SV darstellen. Beurens Trainer Tobias Stephan hat Büchels Dreier in Cochem zur Kenntnis genommen und einen entscheidenden Unterschied ausgemacht: „Sie haben diszipliniert gespielt und vor allem vorne ihre Möglichkeiten genutzt. Das haben sie uns voraus. Wir halten gut mit, belohnen uns aber nicht.“

SG Lütz/Lieg – Sportfreunde Mastershausen. Weil Landkern vor zwei Wochen gegen Mastershausen dreifach gepunktet hat, beträgt der Lützer Abstand zur Abstiegszone nur noch einen Punkt. In dieser Situation wären drei Zähler gegen Mastershausen mehr als hilfreich. Die will Gäste-Spielertrainer Jörg Kabelitz aber nicht einfach hergeben: „Normalerweise müssten wir da Punkte mitnehmen. Das ist das Ziel.“ Sein Gegenüber Volker Bartz will im Abstiegskampf wieder den alten Abstand zur roten Linie herstellen: „Ich sehe für uns gute Chancen, zu gewinnen. Mastershausen ist nach den Abgängen doch stark geschwächt. Der alte Abstand von vier Punkten soll in unserer Abstiegsgruppe wieder hergestellt werden.“

SG Düngenheim/Urmersbach – SG Vorderhunsrück. Beim Kellerkind will Vorderhunsrücks Trainer Frank Pies experimentieren: „Unsere Punktezahl lässt zu, dass wir was ausprobieren können. Vielleicht spielen wir mit drei Spitzen, um den Gegner schon vorne unter Druck zu setzen.“ Vorderhunsrück ist Tabellensechster, Pies will aber noch ein wenig klettern. Düngenheim muss noch mindestens einen Platz klettern, um der Rettung näher zu kommen. Trainer Mario Saur zeigt sich vor dem Heimspiel gegen Vorderhunsrück aber nicht allzu optimistisch: „Wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft stellen, aber wir haben immer noch die gleichen Personalprobleme wie die Woche zuvor.“ ba