Untersuchung

Studie: Riechverlust nach Corona nach acht Monaten meist weg

Eine häufige Begleiterscheinung einer Corona-Erkrankung ist der Verlust des Geruchssinns. Auf Grundlage einer Studie kann nun eine Prognose getroffen werden, wie lang dieser Zustand im Durchschnitt anhält.

Riechverlust
Eine Frau riecht an einer Blume.
Foto: Maria Berentzen/dpa

Straßburg (dpa). Einer französischen Studie zufolge kann der Geruchssinn nach einem coronabedingten Verlust bei fast allen Betroffenen innerhalb von acht Monaten wieder vollständig zurückkehren.

49 von 51 Versuchspersonen waren ihre Beschwerden nach diesem Zeitraum los. Zwei Menschen in der Untersuchungsgruppe hatten selbst nach einem Jahr jedoch noch Probleme mit dem Geruchssinn. Die Forschenden schreiben von einer „exzellenten Prognose“. Die Studie wurde von Marion Renaud von den Straßburger Universitätskliniken geleitet und ist in der Fachpublikation „Jama Open Network“ veröffentlicht worden.

Wie die Forschenden herausfanden, war der Geruchssinn bei rund 84 Prozent der Teilnehmenden bereits nach vier Monaten vollständig zurückgekommen. Bis zum Ende der Studie nach zwölf Monaten hatten ihn 96 Prozent zurück. Alle Teilnehmenden hatten einen anfänglichen Verlust des Geruchssinns von über sieben Tagen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben viele internationale Studien bei mehr als der Hälfte der Probanden im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung einen Verlust von Geruchs- und/oder Geschmackssinn beschrieben.

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