Archivierter Artikel vom 27.06.2014, 21:15 Uhr

Studie: Herbizidresistenz gefährdet Artenvielfalt

Bonn (dpa). Ackerpflanzen mit einer Immunität gegen chemische Unkrautvernichter gefährden einer großen Studie zufolge die Artenvielfalt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie die entsprechenden Behörden in Österreich und der Schweiz veröffentlichten die Analyse.

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Bonn (dpa) – Ackerpflanzen mit einer Immunität gegen chemische Unkrautvernichter gefährden einer großen Studie zufolge die Artenvielfalt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) sowie die entsprechenden Behörden in Österreich und der Schweiz veröffentlichten die Analyse.

Der massive Anbau von gentechnisch veränderten Nutzpflanzen mit Herbizidresistenz führt demnach zum verstärkten Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln, der nicht nur Pflanzen sondern auch diverse Tiere gefährde.

«Grund für den verstärkten Einsatz ist häufig schlicht eine bequemere Handhabung», sagte eine Wissenschaftlerin des BfN in Bonn. Höhere Erträge ließen sich mit der Chemie hingegen auf Dauer nicht erwirtschaften. Neben den Nutzpflanzen bilde allerdings auch Unkraut bereits Resistenzen gegen die Chemie-Keule, schreiben die Autoren der Studie.

Vor allem in Nord- und Südamerika kommen demnach genmanipulierte Pflanzen, die gegen Herbizide resistent sind, häufig zum Einsatz. In Deutschland und der EU sei der Anbau noch nicht erlaubt, der Import ihrer Früchte hingegen schon, sagte die BfN-Mitarbeiterin. Für den Report werteten die Autoren mehrere hundert Studien und Artikel aus.

Studie: Agronomic and environmental aspects of the cultivation of GM herbicide-resistant plants