Physiker beobachten «frühkindlichen» Sonnenfleck

Freiburg (dpa). Freiburger Sonnenphysiker haben mit ihrem Teleskop in Teneriffa weltweit erstmals die «frühkindliche Entwicklung» eines Sonnenflecks beobachtet.

Durch eine eigens entwickelte Optik und Bildkonstruktionen habe das Forscherteam erstmals detaillierte Bilder von dem kosmischen Vorgang aufgenommen, teilte das Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik am Dienstag mit. Viereinhalb Stunden verfolgten die Forscher, wie der dunkle Kernschatten von zwei hellen Lichtbrücken durchsetzt wurde und sich schließlich ein strahlenförmiger Ring um den Sonnenfleck zeigte.

Die Beobachtung ist für die Sonnenforscher auch deswegen so interessant, weil in einem Sonnenfleck ein Magnetfeld herrscht, das zehntausendmal stärker ist als das Erdmagnetfeld. Dadurch gelangt nicht so viel Energie in den Fleck und er wird kühler und somit dunkler als seine Umgebung. Die fünf Forscher werden ihren Erfolg in der nächsten Ausgabe von «Astronomy and Astrophysics» veröffentlichen.

Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik: www.kis.uni-freiburg.de