Archivierter Artikel vom 07.05.2020, 15:52 Uhr

Wie steht es um Blaumeisen?

Nabu ruft wieder zu Vogelzählung auf

Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 76.000 Menschen an der Zählung beteiligt. Ob es in diesem Jahr noch mehr werden?

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Blaumeise
Eine Blaumeise sitzt auf einem Ast im Garten.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin (dpa). Von diesem Freitag an sind Naturliebhaber in Deutschland wieder zum Beobachten und Zählen von Gartenvögeln aufgerufen.

Von der bis Sonntag laufenden Mitmachaktion erhofft sich der Naturschutzbund (Nabu) auch mehr Informationen zum Ausmaß einer Vogelkrankheit, die Blaumeisen zu schaffen macht.

Wie der Nabu mitteilte, wurden in diesem Frühjahr mehr als 30.000 tote oder kranke Exemplare gemeldet. Als Grund für den Tod ungewöhnlich vieler Blaumeisen hatten Experten im Labor ein Bakterium (Suttonella ornithocola) ausgemacht.

„Im besten Fall können die überlebenden Meisen in diesem Jahr besonders erfolgreich brüten, da sie weniger Konkurrenz haben als normalerweise“, erläuterte Nabu-Geschäftsführer Leif Miller. „Im schlechtesten Fall könnte mit der Krankheit ein andauernder Abwärtstrend des Blaumeisenbestands beginnen.“

Bei der Aktion „Stunde der Gartenvögel“ sind die Menschen dazu aufgerufen, eine Stunde lang die Vögel im Garten, am Fenster oder auf dem Balkon zu zählen und die Ergebnisse zu melden. 2019 hatten sich mehr als 76.000 Menschen beteiligt.

Es gibt vier Meldeoptionen: Per Online-Formular; per App „Vogelwelt“, per Meldecoupon, per Telefon. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1157-115 werden die Daten am Samstag, 9. Mai, von 10 bis 18 Uhr entgegengenommen.

Stunde der Gartenvögel

So funktioniert die Teilnahme